1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Steinhagen
  6. >
  7. Die meisten Umlaufschranken sollen bleiben

  8. >

Diskussion im Ausschuss um Sperren am Schulweg und am Laukshof

Die meisten Umlaufschranken sollen bleiben

Steinhagen  (WB/anb). Die Umlaufschranken – ein seit Jahren bestehender Kritikpunkt zahlreicher Steinhagener Fahrradfahrer, die vor allem mit Kinderanhängern mitunter kaum durchkommen. Jetzt hat die Verwaltung auf Bitten des Ordnungs- und Umweltausschusses an die 50 auf ihre Notwendigkeit überprüft, aber nur bei einer Handvoll entschieden: »entfernen«. Die meisten sollen erhalten bleiben oder aber durch Sperrpfosten ersetzt werden. Das sorgte am Donnerstagabend in der Sitzung des Ausschusses erneut für Diskussion. Dabei standen zwei Stellen im Fokus.

Sowohl auf der Fahrbahn als auch auf dem breiten Geh- und Radweg sind am Laukshof die Umlaufsperren platziert – sind sie hier nötig? Ein Diskussionspunkt. Foto: Bluhm-Weinhold

So sollen die Schranken am Schulweg im Übergang zum Brok erhalten werden, weil die Verwaltung das Gelände für abschüssig hält, und der Bürgermeister zudem ein elementares Bedürfnis nach Verkehrssicherheit für Schulkinder und ältere Mitbürger, die hier unterwegs sind, sieht. Ein Steinhagener Bürger, Mitglied im ADFC, dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub, sieht das anders. In einer E-Mail ans Rathaus empfahl er deren Entfernung, weil das Brok laut Radwegekonzept die favorisierte Verbindung zwischen dem Ortskern und den Wohngebieten oberhalb der Bahn sei und weil die Umlaufsperren ein Sicherheitsrisiko für Radfahrer darstellten.

Entfernen nur in Absprache mit Schulleitungen

»Falls man wirklich daran denkt, die Sperren zu entfernen, muss man vorher mit der Schulleitung und Elternvertretern sprechen«, sagte Klaus Besser. Als Beispiel führte er die Entfernung von Sperren an der Roten Erde an, wo Eltern empört mit einer Unterschriftenliste widersprochen hatten. »Am Weg ändert sich ja nichts«, sagt Karl-Heinz Diekmann (FDP) und empfiehlt den Abbau dort – aber erst nach Rücksprache mit der Grundschule.

Auch die Umlaufsperren am Laukshof liegen auf dem Schulweg. Und deshalb will die Gemeinde sie erhalten. Dem widerspricht vor allem Detlef Gohr (Die Grünen): »Im Radverkehrskonzept waren sie als sehr hinderlich bewertet worden. Reicht nicht auch ein Bügel an der Stelle?« Das empfiehlt er aus Kostengründen auch für eine weitere Stelle am Schreefeld, wo der Ersatz durch einen Pömpel vorgesehen ist.

Liste kann nachjustiert werden

Am Ende nahm der Ausschuss die Vorschlagsliste zur Kenntnis. Alle Umlaufsperren werden überprüft auf ausreichenden Abstand auch für Kinderwagenanhänger. Lars Steinmeier (CDU) sagte: »Die Liste ist ja nicht in Stein gemeißelt. Da lässt sich immer noch kurzfristig nachjustieren.«

Startseite
ANZEIGE