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Martina Hartsieker, Stefan Hellweg und Irmgard Unger feiern 40-jähriges Dienstjubiläum

Drei Institutionen im Steinhagener Rathaus

Steinhagen

Gleich drei sehr bekannte Beschäftigte des Steinhagener Rathauses feiern ihr 40-jähriges Arbeitsjubiläum: Standesbeamtin Martina Hartsieker, Pflege- und Wohnraumberater Stefan Hellweg und Rentenberaterin Irmgard Unger.

Bürgermeisterin Sarah Süß (rechts) und Janine Sözen-Dessin vom Personalrat (links) bedanken sich bei Martina Hartsieker und Stefan Hellweg für ihre Verbundenheit zur Gemeinde. Im Bild fehlt Irmgard Unger als dritte Jubilarin. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

„Jemand, der so lange Pflege- oder Rentenberatung oder das Standesamt macht, der ist eine Institution. Und er sorgt dafür, dass auch das Rathaus eine nahbare Instanz ist“, sagt Bürgermeisterin Sarah Süß.

Martina Hartsieker (57) und Stefan Hellweg (56) haben am 1. August 1982 ihre Ausbildung in der Gemeindeverwaltung begonnen, damals noch an der Roten Erde. „Ich wollte nicht mehr weiter zur Schule gehen, sondern habe mich für eine praktische Ausbildung entschieden. Und die Gemeindeverwaltung war nur 200 Meter von meinem Elternhaus entfernt“, schildert Stefan Hellweg das Naheliegende nach der Mittleren Reife auf der Steinhagener Realschule.

Martina Hartsieker entschied sich nach Hauptschulabschluss und Handelsschule für den öffentlichen Dienst als „sichere Sache“. „Ich wollte immer ins Büro.“ Drei Jahre dauerte die Ausbildung zu Verwaltungsfachangestellten.

Alle Abteilungen durchliefen sie. Für Martina Hartsieker ging es danach im Einwohnermeldeamt weiter. Zehn Jahre war sie bei den Gemeindewerken, bevor sie 1999 zurückkehrte ins Rathaus. Zunächst in die Abfallberatung. Eine Tätigkeit, in der man viel aushalten muss, erinnert sie sich ungerne an manche Kontakte mit Bürgern. Umso erfreulicher ist ihre Tätigkeit heute. Seit 2001 ist sie Standesbeamtin und hat mehr als 1000 Trauungen vollzogen. Manche waren aufregend, wie die von David und Suzan Odonkor mit viel Prominenz und einem TV-Team sogar im Trauzimmer. Eine besonders verrückt, als eine Reiterin heiratete, und ihr Pferd die Ringe durchs geöffnete Fenster reichte.

Stefan Hellweg war zunächst im Haupt- und Personalamt beschäftigt, leistete seinen Wehrdienst und fing dann im Sozialamt an. Von 1989 bis 1991 machte er am Studieninstitut die Weiterbildung zum Verwaltungsfachwirt. Seit 1995 ist er stellvertretender Leiter des Sozialamtes.

Als sein Steckenpferd bezeichnet er das, was er seit 1998 macht: die trägerunabhängige Pflegeberatung. „Man kann einfach viel tun für Menschen“, sagt er. 5600 Pflegeberatungen mit Senioren und/oder ihren Angehörigen hat er seit 2006, seitdem er Statistik führt, geführt. Und er freut sich über viele positive Rückmeldungen, weil er helfen konnte. Die Angebote vor Ort, das Bewusstsein für Pflege hätten sich verändert, sagt er. Seit zehn Jahren ist er auch Wohnberater.

Genau genommen 43 Jahre ist Irmgard Unger (59) in der Verwaltung tätig. Doch ihre Ausbildung zählt durch ihren Wechsel nach Steinhagen nicht mit. In Schloß Holte-Stukenbrock hat sie gelernt und gearbeitet, 2002 kam sie nach Steinhagen, schon damals als ausgewiesene Fachkraft für Rentenberatung.

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