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Rap-Projekt „Sing, wie du bist“ läuft im Steinhagener Jugendzentrum „Checkpoint“

Ein Jingle für das Spielmobil

Steinhagen (WB). „Egal, was es ist – jedes Spiel mach ich mit, das Spielmobil ist für mich der Hit“, so lauten zwei Zeilen aus dem Song, der die neue Erkennungsmelodie vom Steinhagener Spielmobil werden soll. Eine bunt gemischte Gruppe von Kindern und Jugendlichen zwischen 7 und 14 Jahren ist gerade mit dem Dichten des Textes fertig geworden.

Johannes Gerhards

Rap und Hiphop stehen für die neue Jugendkultur. Bei einem Projekt am Jugendzentrum „Checkpoint“ entsteht derzeit ein eigener Song für das Spielmobil. Vorne von links Felix (10), Jonas ((8), Constantin (8), Adahan (9) und Firas (7), hinten von links Adelina (13), Zanfina (11), Meriem (14), Alexander Frese, Susanne Sonder und Sina Got­tenströter (alle Mitarbeiter von „Checkpoint“/Spielmobil) sowie Daniel Schneider von der Rap School NRW. Foto: Johannes Gerhards

„Seit 1987 ist das Spielmobil ein wichtiger Bestandteil der aufsuchenden Jugendarbeit in der Flächengemeinde Steinhagen“, sagt Susanne Sonder, die seit 19 Jahren in diesem Bereich arbeitet. Weil das von der AWO betriebene Haus der Jugend „Checkpoint“ am Laukshof nicht für alle Interessierten problemlos zu erreichen ist, fährt das Spielmobil jede Woche zu Standorten in Brockhagen und Amshausen, wo dessen pädagogische Mitarbeiter themenorientierte oder freie Spielangebote machen.

Pädagogin Susanne Sonder

„Dabei erfahren wir auch, was unter den Nägeln brennt“, betont Susanne Sonder. Sie sieht sich und ihr Team auch als Sprachrohr, um Belange der Jugend ernst zu nehmen und an die Gemeinde weiter zu leiten. In diesem Zusammenhang steht auch das mit Fördermitteln des Landesjugendamtes Westfalen-Lippe unterstützte Projekt „Sing, wie du bist!“ in Kooperation mit der Rap School NRW und dem Medienpädagogen Karsten Kleffmann.

„Hiphop ist die Jugendkultur Nr. 1, der Rap die dazu gehörende Musik“, sagt Daniel Schneider von der Rap School NRW in Lage. Der Rapper, Musik- und Videoproduzent und Sachbuchautor arbeitet seit Jahren als Dozent in der künstlerisch-kulturellen Bildung mit diversen Institutionen zusammen.

Nach acht Strophen geht es auch ins Tonstudio – Video folgt

Am ersten Tag im Checkpoint entstehen der „Hook“ bzw. Refrain und insgesamt acht Strophen, die die Teilnehmer abwechselnd über eine vorproduzierte Tonspur legen. Bei einem Folgetermin geht es dann ins Tonstudio, anschließend soll noch ein Begleitvideo aufgenommen werden.

„Wir erhoffen uns, dass auf diese Weise ein eigener Jingle für das Spielmobil entsteht, mit dem wir auf uns aufmerksam machen können, wenn wir neue Standorte anfahren“, sagt Susanne Sonder. Adahan (8), Jonas (9), Felix (10), Constantin (8), Firas (7) und die aus Zanfira (11), Adelina (13) und Meriem (14) bestehende Rapperinnenfraktion des Hauses der Jugend sind jedenfalls schon mächtig stolz, ihren Teil zum neuen Song beigetragen zu haben.

Schulausschuss bekommt den neuen Song demnächst zu hören

Wenn er fertig ist, soll er auch den Mitgliedern des Schulausschusses präsentiert werden, kündigt Susanne Sonder an. Sie können sich den von allen gemeinsam vorgetragenen Hook schon mal einprägen. Er lautet: „Alle anders! Alle gleich! Du bist, wie du bist, und das reicht! Bei uns kannst du sein, wie du bist! Es ist wichtig, dass du das nicht vergisst!“

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