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Feuerwehr löscht kleinere Flächen auf Steinhagener Gebiet – Ursache noch unklar

Erneut zwei Brände im Teuto

Steinhagen (WB). Die Brände im Teutoburger Wald zwischen Halle und Werther am Abend des 25. April sind noch in frischer Erinnerung, da hat es am Mittwochabend, 13. Mai, erneut gebrannt, diesmal auf Steinhagener Gebiet und glücklicherweise in deutlich geringerem Umfang.

Volker Hagemann

Mit dem Unimog können die Einsatzkräfte problemlos auch in unwegsames Gelände vordringen. Foto: Freiwillige Feuerwehr Steinhagen

Wie die Polizei berichtet, haben Zeugen nahe der Straße Am Bußberg gegen 19.30 Uhr Rauch aus dem Wald wahrgenommen. „Ein Jogger meldete daraufhin das Feuer“, berichtet Polizeisprecherin Katharina Felsch.

Feuerwehren aus Steinhagen und Bielefeld im Einsatz – Drohne sucht aus der Luft

„Alarmiert wurden die Löschzüge Steinhagen und Amshausen. Auch Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Bielefeld und der Löschabteilung Großdornberg rückten an“, berichtet Andreas Kramme, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Steinhagen. „Da zunächst zwar bereits von weiterer Entfernung aus eine kleine Rauchsäule zu sehen war, jedoch nicht die genaue Örtlichkeit des gemeldeten Waldbrandes bekannt war, wurde auch das Einsatzleitfahrzeug der ABC-Einheit des Kreises Gütersloh vom Standort Halle mitsamt einer Drohne zur Einsatzstelle gerufen.“

Laut Kramme haben mehrere Feuerwehrleute das Gelände zu Fuß erkundet, aus der Luft zusätzlich von der Drohne unterstützt. Ein Mannschaftswagen fuhr vom Parkplatz Peter auf‘m Berge in Richtung der gemeldeten Stelle. „Daraufhin konnten wir zwei Brandstellen ausfindig machen, die nur wenige Meter auseinander lagen. Sie wurden zunächst mit einer Kübelspritze, anschließend mit Wasser von einem geländegängigen Tanklöschfahrzeug der Bielefelder Löschabteilung Großdornberg abgelöscht“, erklärt Andreas Kramme. Die letzten Einsatzkräfte rückten schließlich gegen 21 Uhr wieder ein.

Die beiden kleinen Brandstellen im Unterholz waren laut Polizeisprecherin schätzungsweise zwei Quadratmeter groß. „Und sie dürften sich kaum von allein entzündet haben“, mutmaßt Katharina Felsch, kann aber noch keine Angaben zur Brandursache machen. Kollegen der Kreispolizeibehörde Gütersloh haben die Ermittlungen aufgenommen.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei sucht Zeugen. Wer verdächtige Beobachtungen rund um den Brandort gemacht hat, melde sich bei der Polizei Gütersloh unter Telefon 0 52 41/8 69-0.

Bei den Waldbränden in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 25./26. April, waren mehr als 300 Feuerwehrleute aus dem Kreis Gütersloh und Bielefeld vor Ort, um die Flammen zu bekämpfen. Seinerzeit lagen die Brandherde nur wenige 100 Meter von einander entfernt links und rechts des Kammweges. Einmal auf Haller Seite Richtung Ascheloher Weg, einmal auf der Wertheraner Hangseite unweit des Waldrestaurants Bergfrieden.

Forstwirte setzen 2500 Euro Belohnung aus

Die Forstbetriebsgemeinschaft Halle setzt zur Unterstützung der polizeilichen Ermittlung im Falle der Brandstiftung vom 25. April zur Belohnung einen Betrag bis zu 2500 Euro aus. In der Forstbetriebsgemeinschaft sind die privaten Waldbauern organisiert, die durch den Waldbrand teilweise erheblich geschädigt wurden. Den Vorsitz hat der Wertheraner Heinrich-Theodor Venghaus inne.

Die Belohnung der Forstbetriebsgemeinschaft ist für sachdienliche Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Brandstifter führen. Wie berichtet, sucht die Polizei nach drei Männern, die am Tatabend in einer Hütte in Kammnähe mit Rucksäcken gesehen wurden.

In diesem Zusammenhang weisen die Waldbauern nochmals auf die zurzeit herrschende außerordentliche große Waldbrandgefahr hin und bitten um Vorsicht.

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