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Verzögerungen beim Bau der Mobilitätsstation in Steinhagen

Eröffnung des neuen ZOB erst Ende März

Steinhagen

Frost und Schnee, vor allem aber eine Vielzahl von nicht identifizierten Versorgungsleitungen haben die Bauarbeiter auf dem Steinhagener ZOB im Zeitplan einige Wochen zurückgeworfen. „Seit Anfang der Woche laufen die Arbeiten erst wieder“, sagt Andreas Puls aus dem Steinhagener Bauamt. Das ist überhaupt erst die zweite Arbeitswoche in diesem Jahr. Und insofern: „Als Fertigstellungstermin peilen wir jetzt Ende März an“, so Puls.

Annemarie Bluhm-Weinhold

In Wartestellung: die Fahrradständer müssen installiert werden, zusätzlich wird es abschließbare Boxen für hochwertige Räder geben. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Wie berichtet wird der alte ZOB zur modernen Mobilitätsstation umgebaut, und anstatt nur Busverkehr abzuwickeln, können dort demnächst die unterschiedlichen Mobilitätsarten, also Bus, Fahrrad und Auto kombiniert und gebündelt werden. So wird auch eine Reihe von Park&Ride-Plätzen eingerichtet, dazu kommen Haltebereiche für Elterntaxis, um den Bereich vor der Grundschule künftig zu entlasten. Außerdem werden Fahrradboxen gebaut, eine Vielzahl von Fahrradständern installiert sowie E-Ladesäulen eingerichtet. Und natürlich neue Bushaltestellen. Um der Belastung stand zu halten, musste sogar der Untergrund aufwendig und teuer erneuert werden.

Mit Beginn der Sommerferien im vergangenen Jahr wurden die Arbeiten aufgenommen. Doch die Erwartung, Ende 2020 weitgehend fertig zu sein und 2021 lediglich Restarbeiten ausführen zu müssen, haben sich nicht erfüllt. Und das liegt nicht an der Baufirma Unverfehrt.

Denn bevor nach einer Woche Arbeit Anfang Januar erst der Frost, dann die Schneemassen die Baustelle lahmlegten, haben unliebsame Überraschungen im Untergrund zu Verzögerungen geführt. „Wir haben Versorgungsleitungen gefunden, die nicht in den Plänen verzeichnet waren“, schildert Andreas Puls. Das kommt zwar öfter vor auf Baustellen. Das heißt aber: Die Versorgungsunternehmen anrufen, Termine vereinbaren, damit sie selbst einen Blick in die Baugrube werfen können, um Leitungen zu identifizieren. Da gehen ein paar Tage ins Land. „Nicht alle Leitungen waren noch in Betrieb. Andere mussten umgelegt werden“, so Puls. Auch das dauert.

Immerhin: „Die Verkehrsführung hat geklappt. Kurz vor Weihnachten konnte noch die neue Asphaltdecke aufgebracht werden“, so Puls. Die Fahrbahnen sind also fertig. Und einige Einbauten stehen kurz bevor. Zum Beispiel die Fahrradständer. Sie sind schon angeliefert.

Insgesamt hält Andreas Puls trotz des verschobenen Fertigstellungstermins fest: „Mit der Baufirma und dem Baufortschritt sind wir gut zufrieden.“

Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp eine Million Euro. 90 Prozent der anrechenbaren Kosten sind förderfähig. Somit liegt der Eigenanteil der Gemeinde an den Baukosten bei etwa 146.000 Euro.

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