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Premiere für „Kultur vor Ort“ in Steinhagen – Posaunenchor als Überraschungsgast

Festival der tiefen Töne

Steinhagen (WB). Rund 100 Gäste verteilen sich Samstagabend im Schlichte Carree. Sie alle freuen sich auf das erste Konzert des neuen Vereins für „Kultur vor Ort“. Die haben das Quartett Deep Schrott eingeladen und »Freunde«. Dahinter verbarg sich letztlich der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde.

Eische Loose

Bass-Saxophone sind tief und laut und schwer: Dirk Raulf, Andreas Kaling, Jan Klare und für Wollie Kaiser jetzt Jonas Engel (von links) spielten als Quartett „Deep Schrott“ Fremdes und Eigenes im Schlichte Carree. Fotos: Eische Loose Foto:

Lange stand nicht fest, wer denn wohl die Vor-Gruppe für „Deep Schrott“, das einzigartige Quartett der tiefen Saxophone, dienen würde. Dann stand es schließlich fest, und Vereinsvorsitzender Florian Polkowski, der zusammen mit seinem Vize Wolfgang Groß, der »Seele« des Bunkers Ulmenwall, die Gäste begrüßte, wunderte sich.

Ein Hauch von Wacken

Die Kombination erinnerte ihn an das Festival in Wacken. „Das Metall-Spektakel wird nämlich von der lokalen Feuerwehrkapelle eröffnet.“ Diese Rolle übernahm am Wochenende nun der Posaunenchor.

Bevor es also mit heftigem Jazz-Einschlag und Klassikern von Black Sabbath, Jimmy Hendrix und Fleedwood Mac im Bassklang los ging, leitete Kantorin Annette Petrick acht Bläser zu Filmmusiken an. Die „Pirates of the Carrebean“ und die „Blues Brothers“ erhielten ihren Raum im Schlichte Carree.

Keine leichte Sache

Schließlich jedoch stellten die Gäste aus Münster, Köln und Bielefeld ihre Haltegestelle neben die Notenständer. »Wir haben diese Nothelfer entwickelt, weil ein Instrument gute acht Kilogramm wiegt«, erklärt »Schrotter« Dirk Raulf. Das wäre nicht eine ganze Stunde lang zu halten, und die blasen die vier Musiker.

Dabei wird schnell klar, dass das Quartett den bekannten Stücken jeweils ihren ganz eigenen Schliff gibt. »Das sind nicht einfach Cover, wir bearbeiten die Stücke schon«, meint Dirk Raulf. So werden Klassiker wie »Paranoid«, »Purple Haze« und »Our Prey« gezielt auseinander genommen und neu wieder zusammen gesetzt.

Eigenes und Fremdes

Dabei bleibt die Grundstruktur durchaus erhalten und wiedererkennbar. Schließlich werden auch Eigenkompositionen auf diese Weise erkennbar und verstehbar. Ein Hauptteil obliegt dabei dem derzeitigen Übergangsmitglied Jonas Engel. Er verstärkte neben Dirk Raulf, Andreas Kaling und Jan Klare die Bass-Saxophonisten und ersetzte den ausgestiegenen Wollie Kaiser.

In zwei Wochen geht es schon mit „Kultur vor Ort“ und einem Konzert in der Kirche weiter. Auch dann wird kräftig geblasen, nämlich Trompete zur Orgel.

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