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Steinhagener Politiker wechselt von der CDU zur UWG – 27-Jähriger bleibt aber parteiloses Ratsmitglied

Funke springt über

Steinhagen (WB/vh). Fast die Hälfte seines Lebens hat er die Positionen der CDU vertreten, seit 2008 war er Mitglied der Partei. Doch jetzt hat Ratsmitglied Kai Funke seinen Austritt aus der CDU verkündet; ab sofort wirkt er im Vorstand der Unabhängigen Wählergemeinschaft e.V. (UWG) mit.

Bernd Westmeyer, Birgit Lutzer und Peter Petersen (v.li.) begrüßen Kai Funke als Neuzugang der Steinhagener UWG. Foto: Volker Hagemann

Er habe in den vergangenen Jahren mehrere Ansichten der Steinhagener CDU nicht mehr geteilt, erklärte der 27-Jährige am Dienstag im Pressegespräch. »Erste Austritts-Überlegungen hatte ich bei der Kommunalwahl 2014, als es um Kriterien für die Vergabe von Listenplätzen ging. Ich möchte lieber in einer Gruppierung mitwirken, in der Persönlichkeit und politische Erfahrung mehr zählen als das Lebensalter«, argumentiert Kai Funke.

Streitthema Hundewiesen-Antrag

Zudem habe er sich vor Jahren für ein Sonnensegel an der Grundschule Laukshof eingesetzt, was seine damalige Partei nicht unterstützt habe. Und es habe Meinungsverschiedenheiten mit der CDU gegeben, als er sich in der Presse hinter einen Antrag stellte, in dem Bürger eine Hundewiese fordern.

Herbert Mikoteit, CDU

Kai Funke war mehrere Jahre Vorsitzender der Jungen Union, Sachkundiger Bürger der Gemeinde und in der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft aktiv. Am 1. Januar 2018 rückte er für Udo Elbracht (CDU) in den Rat nach, arbeitete in Ausschüssen mit. Als parteiloses Ratsmitglied bleibt Funke beratendes Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss. »Meine Erfahrungen werde ich in der UWG nutzen. Ich kann die Anliegen der Steinhagener nun frei mit gutem Gewissen vertreten«, sagt er und nennt das Aktionsbündnis zur Geschwindigkeitsreduzierung auf der Amshausener Straße und die Parksituation an der Rostocker Straße. »Toll, dass ein engagierter junger Mensch zu uns kommt«, freuen sich Peter Petersen, Birgit Lutzer und Bernd Westmeyer vom UWG-Vorstand.

CDU-Fraktionsvorsitzender Herbert Mikoteit bedauert: »Schade, dass Kai Funke seinen Austritt verkündete, ohne zuvor das Gespräch mit mir oder anderen aus der Fraktion gesucht zu haben. Die Listenplatz-Vergabe regelt nicht die Fraktion, sondern der Vorstand. Und die Hundewiesen-Aktion hätte vorab mit der CDU besprochen werden sollen. Konsequent wäre, wenn Funke sein Ratsmandat niederlegte.«

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