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Zur Kommunalwahl in Steinhagen: UWG hat Kandidaten – CDU und Grüne überlegen – Tischler tritt an

Funke will Besser herausfordern

Steinhagen (WB). Überall im Altkreis Halle haben die Parteien vielfach Bürgermeisterkandidaten benannt – nur nicht in Steinhagen. Von Amtsinhaber Klaus Besser war bislang lediglich zu hören, dass er sich nach seinem 60. Geburtstag im April äußern wolle. Die anderen beiden großen Parteien im Gemeinderat, die CDU als zweitstärkste Kraft nach der SPD, und die Grünen, mit vier Mitgliedern im Rat vertreten und bei der Europawahl im Mai 2019 mit 25,1 Prozent sehr stark, halten sich noch bedeckt.

Annemarie Bluhm-Weinhold

Wer wird im kommenden Herbst im Kampf um den Verwaltungsvorsitz im Steinhagener Rathaus zur Wahl antreten? Noch haben nicht alle politischen Akteure der Gemeinde ihren jeweiligen Kandidaten benannt. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Die UWG indes hätte – vorbehaltlich der Zustimmung der Mitgliederversammlung – einen Kandidaten: „Ich will antreten“, kündigt Vorsitzender Kai Funke an. Und auch der parteilose Meik Tischler, Fußballtrainer in Amshausen und Lehrer, will, wie im März 2018 angekündigt, an seiner Kandidatur festhalten.

CDU soll sich verjüngen

„Wir sind noch in der Abstimmungsphase“, sagt dagegen CDU-Fraktionschef Hans-Heino Bante-Ortega. „Wir werden einen Kandidaten finden. Denn von einer CDU erwartet die Gesellschaft einen Bürgermeisterkandidaten.“ Wer das sein könnte, will er noch nicht sagen – auch nicht, ob er selbst, seit Dezember auf dem Fraktionsvorsitz, einen solchen Schritt erwägt. Wichtiger ist dem CDU-Fraktionschef, dass sich die Partei in der Breite aufstellt – und verjüngt.

In der Diskussion um einen eigenen Bürgermeisterkandidaten sind auch die Steinhagener Grünen. „Sehr wahrscheinlich ist es aber nicht, dass wir jemanden aufstellen“, sagt Detlef Gohr, Sprecher der Grünen-Fraktion. Zum einen sei Klaus Besser ein sehr starker Bürgermeister, mit dem man auch als Grüne harmonisch zusammenarbeite. Zum anderen habe man nicht wie die Haller Grünen mit Dr. Kirsten Witte eine Fachfrau in den eigenen Reihen. Und zuletzt entfalle in Halle auch der Amtsinhaberbonus: „SPD-Kandidatin Edda Sommer ist ebenfalls eine Anfängerin“, sieht Gohr in der Nachbarstadt ein ganz anderes Kräfteverhältnis. Er verweist indes auf die Aufstellung der Wahlkreiskandidaten: „Wir haben ein fittes Team“, so Gohr: „Wir wollen den einen oder anderen Wahlkreis schon direkt holen.“

FDP denkt noch über einen Kandidaten nach

Zwei Herausforderer für Klaus Besser – so er denn antritt – gibt es schon: Kai Funke, UWG-Vorsitzender, will „was Neues auf den Weg bringen“. Er nennt konkrete Ziele wie die Beschleunigung der Gewerbegebietsausweisung bei Detert und Steuersenkungen. Indes muss ihn seine Partei am 19. März erst einmal nominieren. Und auch der parteilose Meik Tischler sagt: „Frischer Wind muss her.“ Er habe wahrgenommen, dass sich viele Menschen einen Wechsel im Rathaus wünschten. „Ich muss reinwachsen in ein solches Amt, aber ich traue es mir zu.“

Die FDP denkt nach Auskunft ihrer Fraktionsvorsitzenden Silke Wehmeier noch über einen Kandidaten nach: „Wir fragen uns auch, ob es Alternativen zu Klaus Besser gibt. Die Frage, ob Ja oder Nein zu Besser, die reicht uns nicht.“ Und für die AfD sagte Alexander Alt: „Ich will das nicht ausschließen. Wir haben aber momentan niemanden speziell im Blick.“

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