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Antje und Martin Krull lernen das Trompete- und Posaunespielen

Gemeinsam klingt’s am besten

Steinhagen  (WB). Als Jungbläser ist man nie zu alt. Trompete oder Posaune spielen zu lernen, das ist auch für Erwachsene (fast) kinderleicht. Antje und Martin Krull sind das beste Beispiel dafür.

Annemarie Bluhm-Weinhold

Spätzünder am Blechblasinstrument – doch mit durchschlagendem Erfolg: Antje Krull spielt Trompete, ihr Mann Martin Posaune . Und beide können das Hobby nur allen empfehlen, unabhängig von Alter und Vorbildung.                                               Foto: Bluhm-Weinhold

Die 39jährige Lehrerin und der 43jährige Architekt machen gerne etwas Werbung für die Jungbläserausbildung der Steinhagener Kantorin Annette Petrick (siehe Kasten). Denn: »Wir können das Hobby unabhängig von Alter und Vorbildung nur empfehlen.«

Die beiden haben seit zwei Jahren Unterricht bei der Kantorin – genauer gesagt: Einzelunterricht. »Das ist auch gut so am Anfang, weil man sehr individuell betreut wird«, sagt Martin Krull. Und so lassen sichtbare Fortschritte nicht lange auf sich warten.

Relativ schnelle Erfolge bei Blasinstrumenten

Nur drei Monate, nachdem sie nach den Sommerferien 2017 ihren Instrumenten die ersten Töne entlockt hatten, traten die Krulls bei einer Weihnachtsfeier für Senioren im Dietrich-Bonhoeffer-Haus erstmals mit den anderen Jungbläsern auf. »Bei Blechblasinstrumenten hat man relativ schnell Erfolge«, sagt Antje Krull, die in Jugendtagen Geige gelernt hat und immer schon mit dem Blasinstrument ihrer Schwester liebäugelte.

Im Erwachsenenalter hat sie sich diesen Wunsch nun erfüllt – ebenso wie ihr Mann, der einst Blockflöte lernte und später, nach dem Studium, Klavier. »Es wird aber mühsam ab einer gewissen Komplexität, einfach mal so zu spielen. Ich kam nicht weiter«, sagt er. So war der Umzug nach Steinhagen auch ein musikalischer Neubeginn für das Ehepaar. »Wir wollten beide in Gemeinschaft spielen. Und wir wollten die Anbindung an die Gemeinde bekommen. Das geht am besten über die Musik«, sagt Antje Krull.

Also: Die Lippen spitzen und schon geht es los. Ganz so einfach ist es dann doch nicht: »Den Ansatz muss man schon haben. Das Gefühl dafür muss man erst einmal entwickeln. Aber dann geht es ganz schnell«, sagt Martin Krull. Nach zwei Jahren Unterricht sind die beiden nun soweit, dass sie in den Posaunenchor wechseln. Einen Vorgeschmack auf das gemeinsame Spielen im großen Kreis hat Martin Krull schon bekommen. Neulich bei der ParKulTour, da hat das Bläserensemble im Schlichte-Carree gespielt. Für den Jungbläser ein Meilenstein: »Der Vielklang und die Komplexität eines Stückes entfaltet sich ja erst im Spiel im Ensemble. Das ist toll«, sagt er.

Filmmusik wurde damals zu Gehör gebracht. Aber vor allem sind es Choräle, die die Bläser einüben. Bei Familie Krull hat sich inzwischen ein kleiner Wettbewerb entwickelt, denn auch der Sohn spielt Trompete in der Musikschule. Und Weihnachten spielt dann auch noch Antje Krulls Schwester mit: »Es ist schön, mehrstimmige Stücke zu spielen«, findet Martin Krull.

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