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Richtfest für das Ärztehaus – 6,3 Millionen Euro investiert – mit Video

»Hier wird Großes geschaffen«

Steinhagen  (WB). Architekt Hendrik Nitschke spricht von einem Freudentag: Am Freitag ist das Richtfest des neuen Steinhagener Ärztehauses gefeiert worden. Ein wichtiger Meilenstein für den Fortgang des Baus – aber auch in der Ortskerngeschichte.

Annemarie Bluhm-Weinhold

Die Richtkrone hängt in 15 Metern Höhe: (von links) die Architekten Hendrik Nitschke und Malte Wulf (Büro N2M Hannover), Bauherrin Christina Heitland, Dachdecker Tim Cordtomeikel und Zimmermann Andreas Derksen. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Bauherrin Christina Heitland schlug symbolisch den letzten Nagel in den Dachstuhl, nachdem Dachdecker Tim Cordtomeikel und Zimmermann Andreas Derksen die Richtkrone befestigt hatten. »Ein Richtfest ist eine schöne Tradition und eine symbolische Anerkennung der Leistung der Handwerker. Und gerade hier berechtigt, denn hier wird Großes geschaffen: vom Volumen, von den Finanzen und für das Stadtbild«, sagte Hendrik Nitschke.

6,3 Millionen Euro kostet das Gebäude, geplant waren 5,5 Millionen, wie Lutz Heitland auf Nachfrage des WESTFALEN-BLATTES sagte. Der Steinhagener Apotheker ist Investor des Ärztehauses. Das Erdgeschoss wird bekanntlich gewerblich genutzt – mit der Hausarztpraxis Wiese/Schäfer, der Urologie Gütersloh, der Physiotherapie Neumann, dem Sanitätshaus Graf und der Fotografin Jennifer Kordus. Darüber entstehen in drei Etagen 15 Wohnungen.

Bedarf an Wohnungen für Senioren ist riesig

Diese sind Heitland besonders wichtig: »Der Bedarf gerade an kleinen Wohnungen für ältere Leute ist riesig. Man hat sie jahrelang vergessen. Ich werde nur noch für ältere Menschen bauen.« Die Interessentenliste ist lang, aber der Apotheker kündigt schon an, dass er die Wohnungen verkaufen wird. Geplant ist noch ein zweites Gebäude, ebenfalls mit Wohnungen oben: »Wenn wir eine Facharztpraxis für das Erdgeschoss finden, dann werden wir bauen«, so Heitland.

Doch erst einmal muss das aktuelle Gebäudeensemble fertig werden. Wie Hendrik Nitschke bereits gesagt hat, müssen die Ärzte im Sommer einziehen. Derzeit sei er voll »zuversichtlicher Gelassenheit«, wie er sagt – nachdem er wetterbedingt im Januar einen Baustopp hinnehmen musste. »Beton- und Maurerarbeiten gingen da nicht. Dafür haben wir in der Tiefgarage schon weitergemacht«, so Nitschke. Die Handwerker seien sehr fleißig, und innerhalb von drei Tagen seien beide Dachstühle fertig gewesen.

Zu den Gratulanten gehörten auch Bürgermeister Klaus Besser und Bauamtsleiter Stephan Walter. Besser freut sich über diesen »Meilenstein der Ortskerngeschichte«: »Städtebaulich eine gute Lösung, sinnvoll in der Nutzung und eine Aufwertung des Marktplatzes und des Ortskerns.«

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