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Abholung, Lieferung und mehr: Wie Steinhagener Einzelhändler weiterhin für ihre Kunden erreichbar bleiben

Im Lockdown zum Geschenkekauf

Steinhagen

Auch wenn es am Mittwoch erneut in einen harten Lockdown geht und die meisten Geschäfte schließen müssen: Steinhagens Einzelhändler kämpfen sich mit ihren Möglichkeiten durch die Krise. Und so ist auch an Weihnachtsgeschenke vor Ort weiter heranzukommen.

Volker Hagemann

Auch wenn es jetzt im Steinhagener Ortskern noch ruhiger als sonst werden dürfte – der Weihnachtseinkauf vor Ort bleibt trotzdem auf vielfältige andere Weise möglich, die Einzelhändler sind flexibel. Foto: Volker Hagemann

„Wir bleiben per Telefon und E-Mail erreichbar, außer am 24. und 31. Dezember“, sagt etwa Buchhändlerin Susanne Lechtermann. So könne man auch Fragen zu Büchern beantworten und Geschenktipps geben. Bestellungen bis zum nächsten Werktag sind ebenfalls möglich. Zwar darf der Laden nicht betreten werden, „wir finden aber eine Lösung, ähnlich wie im ersten Lockdown: etwa, Bücher, Weihnachtskarten oder Gutscheine an der Tür abzuholen“, sagt Lechtermann. Natürlich seien die Tage vor Weihnachten traditionell umsatzstark, „und ich schätze, dass wir dann 60 Prozent Einbußen haben dürften.“ Susanne Lechtermann will aber auf keinen Fall jammern: „Denn die gute Nachricht: Wir merken, wie auch jetzt wieder die Kunden zu uns halten, hier vor Ort kaufen und immer wieder tolle Rückmeldungen geben. Dafür sind wir dankbar, das motiviert uns!“

Das bestätigt Goldschmied Marc André Sonnenberg: „Am Samstag kamen noch einmal sehr viele Kunden nacheinander“, berichtet er. Und über die zurückliegenden Monate hielten sich seine Einbußen unterm Strich noch in Grenzen. „Aber man merkt auch, dass viele Leute zurückhaltend sind und ihr Geld mehr zusammenhalten müssen.“ Sonnenberg setzt nun auf „Schaufenster-Shopping“: „Einfach das favorisierte Schmuckstück abfotografieren und mich per Telefon oder E-Mail kontaktieren. Ich schicke auch Artikel zu oder fahre selbst zu Kunden raus“, sagt er. Und über den Lockdown: „Den kritisiere ich gar nicht, die Entscheidung ist für die Verantwortlichen schon schwer genug.“

Das sieht auch Sandra Diedrigkeit von „Wandelbar Mode & mehr“ so: „Die Gesundheit steht schließlich an erster Stelle.“ Noch bis heute gelten verlängerte Öffnungszeiten bis 20 Uhr, danach wird das Team des Modegeschäfts ebenfalls kreativ in Sachen Verkaufsmöglichkeiten. „Wir kleben unsere Handynummern ins Schaufenster, sind jederzeit erreichbar. Kleidung und Gutscheine können dann nach Vereinbarung an der Ladentür erworben werden, auch Lieferung kriegen wir hin“, sagt Sandra Diedrigkeit. „Bis zum 10. Januar kommen wir da durch, hoffentlich gibt es dann eine bessere Perspektive.“

Blumen gehen immer, und so hat Händlerin Antje Dreessen nach wie vor gut zu tun. „Im Lockdown wird dann an der Ladentür verkauft oder zum Kunden geliefert.“ Doch sie denkt schon an die ruhigere Zeit ab Januar: „Das dürfte dann schwieriger werden...“

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