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45 Säulenbuchen an der Brucknerstraße haben einen weißen Stamm

Junge Bäume tragen Sonnenschutz

Steinhagen  (WB). Anwohner und Passanten stutzen in der Brucknerstraße: Die 45 Säulenbuchen haben seit einigen Tagen einen weißen Stamm und eine Nummer. Beides dient ihrem Schutz und einer regelmäßigen Kontrolle.

Annemarie Bluhm-Weinhold

Links und rechts der Brucknerstraße leuchten die weiß gestrichenen Stämme der Säulenbuchen. Foto: Bluhm-Weinhold

»Diese Bäume sind schon aufgenommen in das Baumkataster, das wir gerade für das Gemeindegebiet erstellen«, klärt Bauhofleiter Norbert Kuznik über die Nummerierung auf. Das Kataster sieht bestimmte Kontrollintervalle vor – im Fall von Jungbäumen etwa ist das zweimal pro Jahr.

Die weiße Farbe am Stamm ist ein Sonnenschutz. »Wir haben zunächst einen grünen Voranstrich gemacht zum Schutz der Rinde. Und die weiße Schicht ist dazu da, die Sonne zu reflektieren«, so Kuznik. Das ist besonders wichtig für extreme Sommertage: »Damit der Baum nicht so heiß wird.« Denn auch Bäume können einen regelrechten Sonnenbrand bekommen. »Die Sonne beschädigt die Rinde, die sich löst. Wenn 50 Prozent und mehr betroffen sind, spricht man von Totalschaden.«

Bambusmatten schützen Bäume an der Mozartstraße

Vor allem Jungbäume, deren Stamm noch nicht so ausgeprägt ist, sind betroffen – aber auch ältere. Von Buchen hat man das in diesem Sommer schon gehört. Zum Sonnenschutz tragen die neuangepflanzten Bäume an der Mozartstraße im übrigen Bambusmatten um den Stamm.

Der Anstrich des Stamms ist aber auch im Herbst von Bedeutung. Wenn die Sonne tagsüber die eine Baumseite bescheint, wird diese warm, während die andere im Schatten liegt und kühl bleibt. Da die Bäume derzeit noch Wasser aufnehmen, kann es bei den ersten Nachtfrösten zum Aufplatzen der Rinde kommen. Die weiße Farbe, ein spezieller Baumanstrich, wie Norbert Kuznik erklärt, ist also doppelter Schutz.

Säulenbuchen werden stattliche Bäume

Seit etwa drei Jahren ersetzen die Säulenbuchen in der Brucknerstraße die vormaligen Platanen. Nicht unbedingt jedem Anwohner gefallen sie. Mitunter wurde schon vermutet, sie gingen ein. Doch das ist nicht der Fall. »Wir hatten bisher nur einen Ausfall«, so Norbert Kuznik. Die Bäume werden gewässert. »Wir haben extra schlanke Bäume gesetzt, die nicht so weit in die Gärten ragen«, so Kuznik. Es dauere ein paar Jahre: »Aber wenn sie einmal Fuß gefasst haben, dann sind sie prächtige und stattliche Bäume«, so Kuznik. Wie sie eines Tages aussehen werden, das könne man sich im Himmelreich ansehen.

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