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Bauausschuss diskutiert Erweiterungspläne des Discounters in Steinhagen

Keine Wohnungen auf dem Aldi

Steinhagen (WB). Wohnungen auf dem künftigen Aldi-Markt, gleichzeitig ein begrüntes Dach – zu den Neubau-Planungen des Discounters hatten die Mitglieder des Bauausschusses am Dienstagabend mehrere Wünsche.

Volker Hagemann

Wie ein neuer Aldi-Markt sich künftig im Innenraum den Kunden präsentiert, zeigt der gerade neu eröffnete Aldi in Ummeln: Friedrich Hetze, Shane Heymann, Riccarda Stratmann und Nadiem Ahmed (von links) zeigen dessen Obst- und Gemüseabteilung. Foto: Markus Poch

Wie berichtet, will sich Aldi an der Bahnhofstraße deutlich vergrößern. So soll die Verkaufsfläche (derzeit 875 Quadratmeter) in einem Neubau 1267 Quadratmeter betragen. Wie das im Detail aussehen könnte, zeigte Rouven Wetzel von Aldi Nord aus Schloß Holte am Dienstag im Ratssaal.

Breitere Gänge und mehr Raumhöhe

Im Zuge der Vergrößerung soll der Aldi eine aufgelockerte Architektur bekommen. Natürlich sei ein Discounter grundsätzlich ein Zweckbau, so Wetzel. »Doch unsere klassische Satteldach-Architektur soll frischer werden. So planen wir eine Klinkerfassade und eine hellere umlaufende Dachverblendung.« Auch innen solle alles großzügiger gestaltet werden: »Die Gänge sollen von jetzt 1,80 Meter auf 2,25 Meter verbreitert werden, um sich mit Einkaufswagen besser begegnen zu können. Die Deckenhöhe soll von 3 auf künftig 3,50 Meter steigen, hinzu kämen große Fensterflächen und Oberlichter. Und es soll mehr Quergänge zwischen den Regalen geben, damit man für Kurzeinkäufe nicht durch den ganzen Markt laufen muss.«

Zeitgemäß sei zudem die Sortimentserweiterung auf mehr Obst, Gemüse und eine Abteilung mit Convenience Food wie etwa fertig zusammengestellte Salate. Auch eine Kundentoilette samt Wickeltisch ist geplant.

CO2-Emissionen sollen deutlich sinken

Doch das heutige erst zwölf Jahre alte Aldi-Gebäude sei auch energetisch nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Daher soll fast die gesamte Dachfläche des Neubaus mit einer Photovoltaikanlage bestückt werden. »Bis 2021 wollen wir unsere CO

-Emissionen um 40 Prozent gegenüber dem Stand von 2015 senken«, kündigt Rouven Wetzel an. Im Hinblick auf den nahezu energieneutralen Lidl in Steinhagens Partnerstadt Woerden regte Christiane Manthey (Grüne) zusätzlich eine Dachbegrünung an. Für Steinhagen sei das nicht geplant, so Rouven Wetzel, dennoch werde es in mancher Aldi-Süd-Filiale schon umgesetzt.

Gerhard Goldbecker (CDU) regte Wohnungen über einem Aldi-Neubau an. Das, so Wetzel, eigne sich für Großstädte. In ländlicheren Räumen gebe es erfahrungsgemäß Probleme mit Anwohnern hinsichtlich der Lärmbelästigung durch die Anlieferung. Diskutiert wurde auch die Überschreitung der Baugrenze zur Bahnhofstraße. Zur anderen Seite ist ein Neubau durch Bäume begrenzt.

Wie die Aldi-Pläne umgesetzt werden, steht noch nicht fest, die Fraktionen wollen weiter beraten. Ein Bauantrag ist noch nicht gestellt. »Wir hoffen jetzt auf Zustimmung im Gemeinderat am 13. November«, sagt Bauamtsleiter Stephan Walter.

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