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Auch die Kita Waldbad in Steinhagen nimmt zum 8. Juni Regelbetrieb auf – Unternehmer Brinkdöpke stiftet 500 Masken

Kinder, es geht wieder los!

Steinhagen  (WB). Kindergarten in Corona-Zeiten – eine tägliche Herausforderung und nicht zuletzt auch eine finanzielle Frage. Da kommt der Ev. Kindertagesstätte am Waldbad die Spende eines Nachbarn gerade recht: Olaf und Sandra Brinkdöpke, die unweit mit ihrer Firma „LEB it B“ für Beleuchtungssysteme ansässig sind, spenden den Mitarbeiterinnen 500 Masken.

Annemarie Bluhm-Weinhold

Ein ganzer Karton voll mit Schutzmasken: Kita-Leiterin Yvonne Heitmann (links) freut sich über die Spende von Sandra Brinkdöpke (rechts) und Mitarbeiterin Dörthe Dethlefs.

„Das ist eine riesige Hilfe für uns“, sagt Leiterin Yvonne Heitmann: „Etwa 200 Masken brauchen wir pro Monat. Die coronabedingten Auflagen wie die Desinfektion und der Mund-Nasenschutz sind für uns als kleine Einrichtung finanziell schon eine Belastung.“ Durch die Berichterstattung im WESTFALEN-BLATT war die Kita-Leiterin auf die Spendenaktion des Unternehmer-Ehepaares Brinkdöpke aufmerksam geworden. 10.000 Masken hatte Olaf Brinkdöpke in China, wo viele seiner Zulieferfirmen sitzen, bestellt.

Alle Betreuungsangebote um zehn Wochenstunden reduziert

An das ständige Tragen von Mund-Nasenschutz sind die neun Mitarbeiterinnen seit Wochen gewöhnt. Noch ist die Kindertagesstätte Waldbad wie alle anderen auch in der erweiterten Notbetreuung mit inzwischen zehn Kindern. Doch bereits an diesem Donnerstag, 28. Mai, sind die Fünf- und Sechsjährigen, die im Sommer in die Schule kommen, wieder mit an Bord. Und am Montag, 8. Juni, beginnt dann wieder der Regelbetrieb mit 42 Kindern – wenn auch in abgespeckter Form: So sind alle Betreuungsangebote um zehn Wochenstunden gekürzt.

Und dennoch: „Das ist eine riesige Herausforderung, wie man allen gerecht wird“, sagt Yvonne Heitmann. Die beiden Gruppen werden strikt voneinander getrennt. Auch wird bei der Dienstplanung darauf geachtet, dass die Erzieherinnen – einige in Teilzeit – nicht zwischen den Gruppen wechseln müssen. Aber Abstandsregeln sind von Kindern natürlich nicht einzuhalten. „Kinder halten keinen Abstand, Kinder wollen in den Arm genommen werden, Kinder wollen getröstet werden, wenn sie hinfallen“, so Heitmann. Hygieneregeln hingegen im Kindergarten einzuhalten – eigentlich kein Problem: Intensives Händewaschen wird fleißig geübt mit den Kleinen. Und alle Oberflächen werden mehrfach am Tag desinfiziert.

Kinder haben telefoniert und geskypt

Während der Zeit des Shutdowns haben die Kinder Regenbogen – das in Coronazeiten bekannt gewordene Symbol für Zuversicht und Zusammenhalt – gemalt und in der Kita abgegeben. Wenn alle Kinder wieder da sind, soll es eine Ausstellung geben. Während der Zeit, in denen sie zu Hause waren, haben Kita-Leitung und Elternrat Kontakt zu den Familien gehalten. „Wir haben tolle Eltern. Alle haben die Betreuung zu Hause organisiert, viele waren in Homeoffice. Das ist eine große Leistung der Familien, so lange Arbeit, Kinder und Haushalt zu bewältigen“, sagt Yvonne Heitmann.

Und die Kinder selbst? „Die freuen sich riesig, dass sie die Freunde wiedersehen“, sagt die Leiterin. Viele Anrufe habe es zwischendurch von Eltern gegeben, die berichteten, dass ihr Kinder die andere vermissten. „Für manche Kinder war das schon ein echter Verlust“, so Heitmann. Doch auch im Kita-Alter bahnen die modernen Kommunikationsmittel neue Formen der Begegnung an: „Die Kinder haben viel miteinander telefoniert und auch geskypt.“

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