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Zwei Wochen vor den ersten Prüfungen schildern vier Steinhagener Abiturienten, wie es ihnen geht – zwischen Hoffnung und Frust

„Man kann ja nicht das Virus anschreien“

Steinhagen

Da hat sich viel aufgestaut in den vergangenen Monaten: Ihr letztes Jahr in der Schule – „das sollte doch eigentlich das beste Schuljahr von allen sein“, sagt Arina Pucker (18). Doch davon kann keine Rede sein, wenn man seit einem Jahr im Distanz- und Wechselunterricht ist, die Freunde nicht trifft und die Abi-Vorbereitungen in einer ewigen Schleife aus Videokonferenzen und in Abgeschiedenheit büffeln über die Bühne gehen – ohne Lerngruppen, ohne Highlights wie Motto-Woche, Partys, „Abi on Stage“ und alles, was sonst dazu gehört, wenn man von einer so langen und wichtigen Phase des Lebens Abschied nimmt.

Annemarie Bluhm-Weinhold

Zum Lachen ist ihnen eigentlich nicht zumute: (von links) Jasper Fleischmann, Arina Pucker, Malte Elgeti und Lena Goldbeck. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Gut zwei Wochen vor Beginn der Klausuren sind auch in Steinhagen die Abiturienten – ja was? Bedrückt, frustriert, traurig, zermürbt, doch noch hoffnungsvoll auf ein kleines „Happy-End“ mit fairen, der Lage angemessenen Prüfungen und einem Abi-Ball zumindest in kleinem Rahmen? „Wir fühlen uns als eine verlorene Generation“, sind sich die vier Abiturientinnen und Abiturienten Jasper Fleisch und Malte Elgeti, beide Stufensprecher, Lena Goldbeck und Arina Pucker einig. „Wir werden nicht gehört“, sagen sie.

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