1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Steinhagen
  6. >
  7. Mit Frosch und Maus sicher unterwegs

  8. >

Verkehrserziehung: Polizeipuppenbühne besucht Steinhagener Waldbad-Kindergarten

Mit Frosch und Maus sicher unterwegs

Steinhagen (WB/vh). Im Überqueren der Straße, beim Umgang mit der Ampel und in vielen weiteren Verkehrssituationen sind die 45 Kinder der Waldbad-Kita jetzt deutlich sicherer geworden. So sicher, dass sie sogar schon ihren Eltern Tipps geben und mit ihnen gemeinsam üben können.

Mit den Kindern der Waldbad-Kita haben Susanne Leicht, Frank Nüsser und Ralf Hermes (von links) von der Polizeipuppenbühne aufmerksame Zuhörer. Foto: Volker Hagemann

Schließlich haben die Zwei- bis Sechsjährigen genau aufgepasst, was Frosch, Maus und die anderen Figuren der Polizeipuppenbühne jetzt bei ihrem Gastspiel in der Kindertagesstätte Waldbad erlebt haben. Mit ihrem Stück »Wenn Frosch und Maus die Stadt erleben« hatten Susanne Leicht, Frank Nüsser und Ralf Hermes von der Kreispolizei Gütersloh aufmerksame Zuschauer. Zum Inhalt: Ein Bagger zerstört die Wohnungen von Frosch und Maus, so dass sich die beiden auf den Weg machen, ein neues Zuhause zu suchen. In der »Menschenstadt« begegnen sie einigen Gefahren. »Die meistern sie letztlich – unterstützt von den Kindern aus dem Publikum«, erklärt Frank Nüsser.

Der Kopf ist empfindlich wie ein rohes Ei

Denn schon beim morgendlichen Stuhlkreis haben die kleinen Zuhörer in einem Lied verinnerlicht, dass man erst nach links und rechts schauen muss, bevor man die Fahrbahn überquert, dass man nicht schon los läuft, wenn die Ampel noch Rot zeigt – aber auch, dass man als Fahrradfahrer immer einen Helm tragen sollte. Letzteres wird besonders anschaulich mit einem rohen Ei, das die Polizisten fallen lassen; geschützt durch einen »Helm«, bleibt es unversehrt.

Polizisten als Vertrauenspersonen ansehen

»Und wir vermitteln Eltern, Großeltern und Kindern, dass das Anschnallen im Auto und ein passender Kindersitz wichtig sind«, ergänzt Ralf Hermes. »Spätestens nach dem Puppenspiel nehmen die Kinder uns Polizisten als Vertrauenspersonen wahr, die man ruhig um Hilfe bitten darf.«

Seit Gründung der Polizeipuppenbühne im Jahr 1997 ist Hermes als Puppenspieler aktiv. Sein Kollege Frank Nüsser kam vor zwölf Jahren dazu, Dritte im Team ist seit zwei Monaten Susanne Leicht. »Als mein Sohn noch in den Kindergarten ging, habe ich die Kollegen als Zuschauerin erlebt. Wie kindgerecht sie die Gefahren im Straßenverkehr vermitteln, hat mich so begeistert, dass ich nun selbst dabei bin«, berichtet sie.

Polizeipuppenbühne besucht jedes Jahr 195 Kindergärten

In 195 Kitas im Kreis Gütersloh ist die Puppenbühne das ganze Jahr über zu Gast. »Ganz nebenbei sensibilisieren wir auch die Eltern und Großeltern, sich besser und vorbildlich im Verkehr zu verhalten, etwa das Tempolimit einzuhalten oder einen Fahrradhelm zu tragen«, sagt Ralf Hermes. »Bei 1500 Unfällen, die sich im vergangenen Jahr im Kreis Gütersloh ereigneten, gab es allein 543 verletzte Radler.« Und so haben die Polizeibeamten bei ihrem Kita-Besuch auch die Helme der Kinder geprüft und eingestellt. Und klar – einen Blick in den Streifenwagen gab es jetzt natürlich auch.

Startseite