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19 Jugendfeuerwehren aus NRW zu Gast im Cronsbachstadion

Nachwuchs zeigt seine Fitness

Steinhagen (WB/mat). Für die Mitglieder der Jugendfeuerwehr ist die Leistungsspange die höchste Auszeichnung. Deshalb reisten Gruppen aus ganz NRW an, um am Cronsbachstadion ihr Können unter Beweis zu stellen – und zwar gemeinsam.

In Kleingruppen bereiten sich die etwa 200 Teilnehmer auf den Ernstfall vor. Dabei gehören sportliche Prüfungen ebenso zum Programm im Cronsbachstadion wie ein Löschangriff und das Auslegen von Schläuchen zu den Anforderungen. Foto: Sara Mattana

Insgesamt 19 Teams legten sich dabei ordentlich ins Zeug: »Um hier erfolgreich zu sein, braucht man die Gruppe. Es soll nämlich auch darum gehen, den Gemeinschaftssinn zu stärken«, sagt Kreisjugendfeuerwehrwart Andreas Kramme.

Und obwohl es in ganz NRW achtmal im Jahr die Möglichkeit zur Teilnahme an der Prüfung gibt, war die Veranstaltung in Steinhagen eine Premiere. »Vor zehn Jahren gab es eine Abnahme in Gütersloh, sonst hatten wir immer eine deutlich längere Anreise«, sagt Andreas Kramme, der darauf achtete, dass alle fünf Stationen ordnungsgemäß durchlaufen wurden.

Kugelstoßen, Staffellauf und Fachwissen

So stand als sportliche Disziplin neben Kugelstoßen auch ein Staffellauf über 1500 Meter auf dem Programm. Die Einzelleistung der je neun Gruppenmitglieder war dabei jedoch zweitrangig. Viel wichtiger war das Gesamtergebnis, denn nur, wer im Team arbeitete, hatte eine Chance auf die Leistungsspange.

Neben körperlicher Fitness war auch Fachwissen gefragt: In einem Stuhlkreis vor der Sporthalle mussten die insgesamt etwa 180 Teilnehmer Fragen zum Arbeitsalltag der Feuerwehr beantworten. Dann ging es in die Praxis: So machten sie sich daran, einen Löschangriff zu simulieren.

Schnelligkeit beim Löschangriff

Die 15- bis 18-Jährigen mussten dabei unter Beweis stellen, dass sie einen Brand im Ernstfall auch schnell bekämpfen können. »Dabei müssen die Schläuche miteinander verbunden und eine natürliche Wasserquelle genutzt werden«, sagt Andreas Kramme zur Erklärung. Obwohl die Wasserquelle in diesem Fall nur durch Absperrband angedeutet wurde, kamen die Teilnehmer schnell ins Schwitzen – schließlich mussten die schweren Schläuche über den gesamten Sportplatz getragen werden.

Bevor sich die Teilnehmer jedoch ausruhen durften, war bei der Schnelligkeitsübung noch einmal ihr voller Einsatz gefragt. Nur 75 Sekunden hatten sie Zeit, um Schläuche knickfrei auf dem Platz auszulegen, bevor die stolzen Sieger am Nachmittag ihre Leistungsspangen in den Händen halten durften.

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