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Ein Teil der aufwändigen Sanierung der Stadionumkleiden ist fertig – mit Video

Nun wird’s ganz modern am Cronsbach

Steinhagen  (WB). Noch wird schwer gearbeitet auf der Baustelle im Cronsbachstadion – aber das Ende ist absehbar. »Zu Ostern wollen wir fertig sein«, sagt Sebastian Klopfer, Gebäudemanager der Gemeinde Steinhagen. Doch wie modern es am Cronsbach wird, das ist schon jetzt zu sehen.

Annemarie Bluhm-Weinhold

In den Vereinsfarben der heimischen Spvg. sind die neuen Umkleideschränke gehalten. In den geräumigen Abteilen können die Fußballer ihre Kleidung ablegen, für Wertsachen gibt es den Mannschaftstresor. Im Vordergrund: ein Tisch in der Raummitte. Foto: Bluhm-Weinhold

Die Sanierung der Umkleiden und Duschen ist aufwändig und langwierig, nicht zuletzt, weil sie im laufenden Sportbetrieb erfolgen muss. Das heißt, ein Teil der Umkleiden musste immer nutzbar sein. Doch neben der Logistik gab es auch technische Herausforderungen, die Architekt Oliver Erdmann und das Gebäudemanagement im Rathaus zu lösen hatten.

So teilten sich bisher zwei Umkleiden einen Zugang – nicht mehr zeitgemäß, schon weil nicht mehr nur Männer die Kabinen nutzen. Nach 50 Jahren waren die Duschen und Toiletten überholungsbedürftig. Baulich ließen sich die Anforderungen nur lösen, indem man teilweise Wände entfernte, versetzte und dabei den früheren Turnschuhgang zur Spvg.-Halle einbezog in die Räume.

Die ersten beiden Umkleiden sind seit vier Wochen fertig und, wie Sebastian Klopfer sagt, »komfortabler geworden«. Schnöde Bänke und Haken – das war gestern. Offene Einzeleinheiten mit Haken, Fächern und Bank bieten den Sportlern viel Platz, um ihre sieben Sachen abzulegen. Der Clou: Hinter einem aufklappbaren Spiegel verbirgt sich ein Spielfeldplan, an dem der Trainer seine Taktik erläutern kann.

Flexibler Tisch: für Getränke, Trikots und als Massagebank

In der Mitte des Raumes ein stabiler Tisch mit Fächern im unteren, flexibel nutzbar: Getränkekisten können dort ebenso wie der Koffer mit Trikots oder die Taschen der Sportler deponiert werden, die Tischplatte ist wahlweise Ablage oder Massagebank, wie Architekt Oliver Erdmann erklärt.

Die Duschen sind mit einer Technik ausgestattet, die heute Vorschrift ist. Alle zwölf Stunden werden sie – Stichwort: Legionellen – automatisch durchgespült.

Anbau wartet auf Maler und Elektriker

Fast fertig ist inzwischen der Anbau: In dem neuen Gebäudeteil sollen Spvg. und FC Türksport ihr Material lagern können, dort werden sich auch die Waschmaschinen befinden sowie die Haus- und Stadion-Technik inklusive Steuerung von Flutlicht und Beregnungsanlage. Der frühere Keller ist erhalten geblieben. Der Estrich ist gelegt, jetzt stehen noch Malerarbeiten an, Türen müssen eingesetzt, Steckdosen und Lampen angeschlossen und die Schließtechnik installiert werden. Auch das ist zeitlich überschaubar.

Seit Mitte Januar läuft die Sanierung des zweiten Teils der Umkleiden. Und im Eingangsbereich die Pflasterarbeiten. Die alten Steine werden zwischen Kunstrasen und Spvg.-Treff auf 800 Quadratmetern durch neue ersetzt.

Einige unliebsame Überraschungen in der Bauphase

1,28 Millionen Euro sind insgesamt geplant für Umbau und Anbau. Eine Summe, die gehalten werden soll, wie Sebastian Klopfer sagt, obwohl es, gerade was die Statik betrifft, manche unliebsame Überraschung erst während der Bauphase gegeben hatte. Und die sorgten ebenso wie weitere ungeplante Arbeiten, etwa die Behebung eines alten Wasserschadens, wie Oliver Erdmann erklärte, für eine etwa sechswöchige Verzögerung des Abschlusses.

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