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Team Plasmatreat fährt für 11.500 Euro Spenden über alle Berge

Radsport hilft Leiden lindern

Steinhagen (WB/guf). Wenn Leidenschaft für den Sport und Mannschaftsgeist so einen Nebeneffekt haben, dann gibt es wahrhaftig nur Sieger: Zum Ende der Radsportsaison 2019 steht die Aktion „Der Weg nach Hause“ auf der Gewinnerseite.

Das Radsportteam von Plasmatreat übergibt Spenden an die Palliativversorgung des Kinderhospiz’ Bethel (Aktion „Der Weg nach Hause”) - von links: Michael Schenk, Jannik Tautz, Michael Jupe (Teammitglieder), Tanja Gresing, Karola Skrzyppek (Kinderkrankenschwestern), Miriam Jupe, Lukas Buske (Teammitglieder), Angela Buske, David Buske (Teamleitung) und Christian Buske (Firma Plasmatreat). Foto: Feicht

Denn das Radrennteam Plasmatreat hat für die ambulante Palliativversorgung lebensbedrohlich erkrankter Kinder und junger Menschen in Bethel 10.000 Euro an Spenden gesammelt. Das gleichnamige Steinhagener Unternehmen als Hauptsponsor sparte zudem diesmal bei seiner Weihnachtskarten- und Geschenkaktion und packte dafür noch mal 1500 Euro drauf. Zwei symbolische Spendenschecks über insgesamt 11.500 Euro wanderten am Freitag in die Hände der Kinderkrankenschwestern Karola Skrzyppek und Tanja Gresing, die gemeinsam mit drei Kolleginnen und vier Ärzten im Klinikum Bethel den „Weg nach Hause“ ebnen. Bereits im Herbst hatte die Spvg. Steinhagen, von der Plasmatreat-Initiative inspiriert, mit einem Spendenradeln am Rand der Sportabzeichenaktion 2500 Euro für den guten Zweck „erstrampelt“.

„Wir betreuen 40 bis 50 Familien aus ganz OWL mit lebensbedrohlich erkrankten Kindern und bemühen uns, ihnen den anstrengenden Alltag zu erleichtern“, erläutert Karola Skrzyppek, wofür die Spenden verwendet werden. Konkret bedeutet das auch: Den jungen Patienten und ihren Familien werden Wünsche wie ein Kino- oder ein Schwimmbadbesuch erfüllt, sie können reiten oder musikalische Angebote nutzen. Ablenkung von einem schweren Schicksal, die nur über Spendengelder finanzierbar ist.

Gigantischer Teamgeist

Dafür haben die ambitionierten Jedermann-Radsportler im Plasmatreat-Team 2019 viele hundert Kilometer in die Pedale getreten und dabei wie im Sommer berichtet bei den Tour Transalp auch Europas höchstes Gebirge überquert. „Der Teamgeist war einfach gigantisch“, so die einhellige Meinung der Sportler, von denen sich die meisten erst im Februar erstmals getroffen hatten. Am Freitag, während der Plasmatreat-Weihnachtsfeier, konnten viele von ihnen noch einmal Bilanz ziehen.

„Es war immer zu spüren, dass auch die Teamleitung alles mit Herzblut organisiert“, lobt Michael Jupe. Teamchef David Buske und seine Schwägerin Angela Buske, die als versierte Radsporttrainerin die Vorbereitung steuerte, geben das Kompliment zurück: „Alle waren total motiviert, haben sich toll reingehängt. Und sie haben sich gerne fürs Spendensammeln in ihren Firmen, Vereinen und dem privaten Umfeld als Multiplikatoren engagiert“, hebt David Buske hervor. Spenden statt Geschenke hieß es sogar bei einer privaten Geburtstagsfeier – was einige hundert Euro brachte.

Tolles Miteinander

„Ein tolles Miteinander“ hat auch Peter Spieth erlebt: Der Mitarbeiter am Plasmatreat-Stammsitz in Steinhagen avancierte wie berichtet vom Gelegenheits-Rennradfahrer zum Transalp-Finisher: „Im Training musste ich oft den inneren Schweinhund überwinden. Aber die einmaligen Eindrücke, die ich in diesem Jahr gesammelt habe, waren ausschließlich positiv, das werde ich nie vergessen.“ Großen Respekt vor den sportlichen Leistungen machte Karola Skrzyppek auf ihre Weise deutlich: Die Kinderkrankenschwester fuhr mit dem Zug die 1000 Kilometer zur Transalp-Zielankunft am Gardasee, um den Sportlern persönlich zu danken. Auch diese Geste passt ins Bild.

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