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82 Schülerinnen und Schüler machen ihren Abschluss

Realschule Steinhagen verabschiedet Jahrgangsstufe 10

Steinhagen

"Dies ist nicht ein Tag des Abschlusses, sondern vor allem des Neubeginns“, sagte Steinhagens Bürgermeisterin Sarah Süß. Für 82 Schülerinnen und Schüler in vier zehnten Klassen der Steinhagener Realschule war es am Freitagabend in erster Linie ein Tag des glanzvollen Abschieds von ihrer Schule – erstmals wieder mit großer Feier in der Aula mit ganz vielen Gästen.

Von Annemarie Bluhm-Weinhold

82 Schülerinnen und Schüler sind am Freitagabend aus der Realschule verabschiedet worden. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Die Bürgermeisterin versprach: „Ab heute gestaltet ihr eure Zukunft selbst. Euch stehen so viele Türen offen in einer Welt, die stark im Wandel ist.“ Angesichts von Pandemie, Krieg und zahlreicher weiterer großer Herausforderungen ist sie sich sicher: Die Welt braucht junge Leute, die Verantwortung tragen. Junge Leute wie euch, um eure und unsere Zukunft zu gestalten.“

Wie herausfordernd die beiden vergangenen Jahre, speziell auch das zurückliegende Schuljahr mit einer weiteren Coronawelle und der zentralen Abschlussprüfung für die Zehntklässler war, das machte der Schulleiter deutlich: „Ihr habt heute das Glück und die Möglichkeit – ich betone alle zusammen, und das war in den letzten beiden Jahren nicht der Fall –, euren Schulabschluss im Beisein eurer Familien und eurer Lehrerinnen und Lehrer zu gemeinsam zu feiern. Trotz der zweijährigen Corona-Krise haben wir es gemeinsam geschafft.“

Schülerin Lenja Novakov begeisterte das Publikum mit dem emotionalen Klavierstück "Experience" von Ludovico Eihaudi. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Er betonte: „Von den 68 Schülerinnen und Schülern im Realschulbildungsgang haben 33 – das sind fast 49 Prozent – zusätzlich den Qualifikationsvermerk mit dem Recht, eine gymnasiale Oberstufe zu besuchen, erreicht.“ 19 Schülerinnen und Schüler zeichnete er für besondere Leistungen aus: Paul Henri Rützler hat von allen den besten Notendurchschnitt mit 1,42. Daneben sind es Juliano Maliki, Louise Wesselmann, Lennart Hagemann, Lisa Marie Kottkamp, Lenja Novakov, Nico Säurig, Leonie Seidel, Celine Wittenborn, Lucy Worrallo, Joana Zink, Annika Burchardt, Jasmin Oeschger, Isabella Rosenbaum, Finja Runde, Daniel Sperling, Lauin Beru, Havin Budak und Alessandro Napoletano.

Dank an die Eltern

Er dankte nicht nur den Klassenlehrerinnen und -lehrern Kirsten Siebert, Barbara Borgschulte-Rumpf, Agnes Wygoda-Aydin, Charly Schwieters und Thomas Michaelis sowie Efi Kechagia, sondern auch den Eltern für ihr Engagement. In diesem Zusammenhang sagte Kahrau der scheidenden Schulpflegschaftsvorsitzenden Simone Lube besonderen Dank. Das Programm lag in den Händen der Schülerinnen und Schüler, die sich mit einem Catwalk, einem Tanz, den Elena Logara mit einer Gruppe einstudiert hatte, und einem Klavier-Solo, das Lenja Novakov spielte, einbrachten.

Schulleiter Frank Kahrau Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Doch wie nah Freude und Trauer, unbeschwertes Vergnügen und tiefe Betroffenheit und Fassungslosigkeit zusammenliegen, das machte Schulleiter Frank Kahrau deutlich. Der Feier vorweggestellt hatte er zwei Anmerkungen. Die erste zur Absage des Theaterstücks. Dieses befasst sich mit der Thematik eines Amoklaufs an einer Schule – ein kritisches Thema angesichts der aktuellen Ereignisse in den USA. „Wir haben Bauchschmerzen bekommen“, so Kahrau. Dazu kamen Krankheitsfälle im Ensemble. Doch die Zehntklässler, die es mit Lehrer Marc Beckamp einstudiert haben, werden Spuren hinterlassen, versprach Kahrau. Denn es soll ein Film daraus entstehen, der vielleicht mit dem Kommissariat Vorbeugung der Polizei Gütersloh an Schulen gezeigt werden könne. Zum zweiten galten seine Gedanken den Opfern der Todesfahrt in Berlin, gerade weil es sich um eine Schülergruppe handelte. Es folgte eine Schweigeminute.

Die Absolventinnen und Absolventen

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