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Zum dritten Mal binnen weniger Wochen – Feuerwehr auf Steinhagener und Bielefelder Gebiet im Einsatz

Schon wieder brennt es im Teuto

Steinhagen/Bielefeld (WB). Schon wieder hat es am Montagabend im Teutoburger Wald gebrannt. Betroffen waren eine fünf mal zehn Meter große Fläche auf Steinhagener Gebiet sowie 200 Quadratmeter im Bereich der Hünenburg auf Bielefelder Gebiet.

Volker Hagemann, Christian Müller und Hendrik Uffmann

Die Waldbrände konnten, wie hier auf Bielefelder Seite, schnell unter Kontrolle gebracht werden. Foto: Christian Müller

Zwei Wanderer hätten ein Feuer gegen 17.40 Uhr etwa 20 Meter unterhalb des Hermannsweges auf einer Lichtung zwischen der Schwedenschanze und „Peter auf’m Berge“ entdeckt, berichtet Andreas Kramme, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Steinhagen. „Obwohl die Flammen schon kniehoch brannten, haben die beiden älteren Herren nach Leibeskräften versucht, das Feuer mit ihren Schuhen irgendwie einzudämmen. Das war schon sehr hilfreich, auch wenn dieser selbstlose Einsatz ziemlich riskant für die beiden war“, so Kramme.

Zunächst war es schwierig, die Örtlichkeit auszumachen

Bei der Alarmierung „Waldbrand“ werde die Steinhagener Feuerwehr ohnehin mit mindestens zwei Löschzügen an den Einsatzort beordert; „daher fuhren Kameraden der Löschzüge Amshausen und Steinhagen Richtung Teuto. Die Amshausener positionierten sich auf einem Hof am Langenberg, die Steinhagener Kollegen drangen vom Parkplatz ‚Peter auf’m Berge‘ aus in Richtung Brandstelle vor“, berichtet Andreas Kramme.

„Es war zunächst schwer, die genaue Örtlichkeit auszumachen; zum Glück konnte uns ein Bekannter kurzfristig mit einem Quad für weitere Erkundungsfahrten aushelfen. Schließlich erreichten die 13 Steinhagener Einsatzkräfte mit ihrem geländegängigen Einsatzfahrzeug die Brandstelle und konnten das Feuer auf der Lichtung zügig löschen.“ Es stünden zum Glück keine trockenen Fichten in unmittelbarer Nähe. Gegen 19 Uhr sei der Einsatz für die Feuerwehr beendet gewesen.

Brandursachenermittler der Kriminalpolizei haben noch am Montagabend damit begonnen, vor Ort nach der Brandursache zu forschen, so der Feuerwehrsprecher.

Unterholz steht auf Bielefelder Seite des Teuto in Flammen

Am späten Montagnachmittag rückte die Feuerwehr auf Bielefelder Gebiet zum Kamm des Teutoburger Waldes aus, wo im Bereich der Hünenburg auf einer Fläche von etwa 200 Quadratmeter das Unterholz in Flammen stand.

Bereits auf der Anfahrt konnten die um 17.13 Uhr alarmierten Einsatzkräfte die Rauchsäule sehen, die über dem Teutoburger Wald westlich des Fernsehsenders aufstieg. Über die Hünenburgstraße arbeiteten sie sich an den Waldbrand heran. Entstanden war das Feuer auf der Südseite des Teutos in Quelle in der Nähe einer Downhill-Strecke für Mountainbiker.

Nachdem die Feuerwehrleute für den ersten Löschangriff zunächst Feuerpatschen verwendet hatten, um die Flammen im Unterholz einzudämmen, mussten sie in dem steilen Gelände eine 400 Meter lange Schlauchleitung verlegen, um Löschwasser zu der Brandstelle zu bringen. Im Einsatz waren auch drei Tanklöschfahrzeuge, die im Pendelverkehr Wasser heranschafften, und mehrere Pumpen.

Waldbrand schnell unter Kontrolle

So gelang es den 50 Einsatzkräften der Hauptwache der Berufsfeuerwehr und mehrerer Löschabteilungen der Freiwilligen Wehr unter Führung von Einsatzleiter Thomas Epp schnell, den Waldbrand unter Kontrolle zu bringen. Die Nachlöscharbeiten, bei denen auch Wärmebildkameras für die Suche nach versteckten Glutnestern zum Einsatz kamen, dauerten dennoch bis gegen 21 Uhr.

Unterstützt wurden die Brandbekämpfer auch aus der Luft durch einen Hubschrauber der Bundespolizei aus Dortmund, der über der Brandstelle kreiste und der einen weiteren Brand auf Steinhagener Gebiet entdeckte. Wodurch das Feuer ausgelöst worden war, stand am Montagabend noch nicht fest, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Nicht der erste Brand

Bereits Ende April hatte es zwei Mal im Teutoburger Wald gebrannt. Nachdem es einige Tage zuvor zwei kleinere Feuer in der Nähe des Tierparks Olderdissen und in einem Waldstück in Eckardtsheim gegeben hatte, war in der Nacht zum 26. April ein Großaufgebot der Feuerwehr im Einsatz, um auf dem Kamm des Teuto zwischen Bielefeld und Steinhagen zu löschen.

Dabei waren die Einsatzkräfte auf drei Brandherde in direkter Nähe gestoßen, so dass die Ermittler Brandstiftung als Ursache vermuten. Zwei Tatverdächtige waren damals noch in der Nacht festgenommen, jedoch wenige Stunden später aber schon wieder auf freien Fuß gesetzt worden, da ihnen kein ausreichender Tatverdacht nachgewiesen werden konnte.

Auf Steinhagener Gebiet hatte es zuletzt am 13. Mai im Teutoburger Wald gebrannt.

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