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In Steinhagen geht’s dafür in dieser Woche früher nach Hause

Schulstart mit Hitze und Maske

Steinhagen  (WB). Erster Schultag, Sommerhitze – und dann auch noch die Maske! Doof, oder? „Keine Frage. Bei 30 Grad ist das schon hart. Aber die Maske ist für uns eigentlich kein Thema mehr. Die Schülerinnen und Schüler sind das aus dem vergangenen Schuljahr schon gewöhnt“, sagt Frank Kahrau, Leiter der Steinhagener Realschule. Denn auch für die Lerngruppen hatte er die Maskenpflicht bereits verordnet – „wir waren die einzige Schule damit“, sagt er: „Und wir sind damit total gut gefahren.“

Annemarie Bluhm-Weinhold

Schulbeginn mit Wunschbaum und Mund-Nasenschutz: Ronja (links) und Nahrin aus der 5c erleben einen ungewöhnlichen ersten Schultag am Gymnasium. Foto:

Jetzt ist die Mund-Nasenbedeckung zumindest für die ersten Schulwochen vom Land verordnet. Für die weiterführenden Schulen sogar im Unterricht. Und so läuft das auch am Steinhagener Gymnasium sehr diszipliniert, wie Schulleiter Stefan Binder sagt. Indes: Den ganzen Schultag unter der Maske ist kaum vorstellbar. „Wir richten Trinkpausen ein, das Pausenbrot nehmen die Kinder mit auf den Schulhof. Und dann nehmen sie natürlich die Maske ab und dürfen auch mal durchschnaufen“, sagt Stefan Binder.

Zudem wird den Erschwernissen dieser ersten Schultage auch mit Hitzefrei und dem Verzicht auf Nachmittagsunterricht Rechnung getragen. „Wir machen gestaffelt Schluss nach der vierten, fünften und sechsten Stunde. Der Ganztag fängt erst nächste Woche an. Die Schülerinnen und Schüler sollen erst einmal ankommen“, so Binder. Und das gilt für die ersten Tage auch an der Realschule.

Erster Schultag ganz anders

Insbesondere die Fünftklässler erlebten am Mittwoch einen ersten Schultag, der so ganz anders ist, als ihn Generationen von Kindern vor ihnen erlebt haben. 124 Neue sind das am Gymnasium, 104 an der Realschule. Kein Kennenlerntag vor den Ferien, keine Begrüßungsfeier, gleich ab in die Klasse: „Wir wollen sehr vorsichtig sein, auch noch in den nächsten Wochen, jetzt da die Infektionen durch die Urlaubsrückkehrer wieder steigen. Es hängen 2500 Personen an unserer Schulgemeinschaft, wenn man nur die engste Familie von Schülern und Lehrern rechnet“, so Kahrau.

Für die neuen Gymnasiasten und ihre Eltern gab es zwar aufgeteilt in jeweils zwei Klassen einen Gottesdienst und eine Einschulungsfeier in der Aula mit Begrüßung durch den Schulleiter und je einer kleinen Musik- und Tanzeinlage – aber das sonst übliche große Event mit dem Steigenlassen von Luftballons ist passé. „Das hätte es ohnehin nicht gegeben, weil das im Kreis Gütersloh nicht mehr gestattet ist“, sagte Unterstufenkoordinatorin Bettina Winkelbach. Stattdessen hängten die Eltern bunte Bänder mit (gedanklichen) Wünschen für die Schulzeit ihrer Kinder an einen Baum aus Holz, der in den Erprobungsstufentrakt gestellt wird. Zuvor wurden am Baum die ersten Klassenfotos gemacht – mit Maske. Eine Premiere, die niemand wiederholen möchte.

Die Tücke steckt im Detail

Denn es ist ein „wahnsinniger Aufwand“, wie Stafan Binder sagte, einen Regelschulbetrieb mit 819 Schülerinnen und Schülern unter Pandemiebedingungen auf die Beine zu stellen. Und: „Die Tücke steckt im Detail. Wir werden noch an der einen oder anderen Stelle nachjustieren müssen.“

An der Realschule ist der Betrieb für 605 Schüler – neben Abstands- und Maskenpflicht – mit Rechtsgehgeboten auf den Fluren, getrennten Bereichen auf dem Pausenhof und zwischenzeitlicher Flächendesinfektion in den Klassenräumen angelaufen. Gute Nachricht: Die Realschule hat sechs neue Lehrkräfte bekommen.

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