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Anwohner der Falkenstraße kritisieren Wohngebietserschließung

»Sie halten uns hin«

Steinhagen-Amshausen  (WB/anb). Massive Kritik an einer möglichen Erschließung des zukünftigen Baugebiets nördlich der Amshausener Straße über die Falkenstraße üben die dortigen Anwohner.

Die Haupterschließungsstraße des Wohngebiets Amshausen-Nord führt, wie der Entwurf zeigt, in einem weiten Bogen Richtung Falkenstraße (rechts) und mündet in einen breiten Knotenpunkt. Foto: Planung der Gemeinde Steinhagen

Wie berichtet, hat der Landesbetrieb Straßen NRW zugestimmt, das neue Gebiet über die schon bestehende Aufmündung Falkenstraße an die frühere B68 (heute L756) anzuschließen . Dafür müsste der Kreuzungsbereich ausgebaut werden.

Die ersten beiden Varianten für das neue Wohngebiet haben auch den Anwohnern der Falkenstraße gefallen: »Da waren große Grünflächen und Spazierwege vorgesehen«, sagt Yvonne Bode. Der Verkehr sollte entweder über den bestehenden Taubenweg oder direkt auf die L756 geleitet werden.

Beide Varianten wurden verworfen. Und plötzlich sei von Variante 3 mit dem Anschluss über die Falkenstraße die Rede gewesen – doch die genaue Planung habe die Gemeinde nicht offen gezeigt: »Im Internet war sie gar nicht zu finden«, so Yvonne Bode. Die Gemeinde mache es sich einfach: »Alles wird auf Straßen NRW geschoben, um sich nicht mit den Anwohnern auseinandersetzen zu müssen«, so Frank Gresselmeier.

Lärm, Licht und Flächenfraß

Die Anwohner fürchten mehr Lärm, mehr Licht durch Scheinwerfer und kritisieren den Flächenfraß durch die langgezogene Straße. Diese zerstöre zudem den Grünzug, dessen hohe Wertigkeit doch im Bebauungsplan-Entwurf betont werde, so Yvonne Bode.

Die Anwohner fühlen sich übergangen: »Seit 2017 halten sie uns hin, damit wir uns nicht einbringen können«, sagt Antje Sagebiel. Alle haben während der Offenlegung der Pläne Einwendungen gemacht und eine Liste mit mehr als 50 Unterschriften beigefügt. »Doch de facto passiert nichts«, so Dr. Peter Höpfner.

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