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Steinhagener Haus der Jugend „Checkpoint“ ist beim Jugendcamp in Rujiena dabei – Anmeldung läuft

Sommerferien in Lettland

Steinhagen (WB). Nach Lettland reisen und dort Jugendliche aus Estland, Italien, Ungarn, der Türkei, Bulgarien, Usbekistan und sogar aus Japan treffen – das Steinhagener Haus der Jugend „Checkpoint“ macht’s möglich. Denn Leiterin Karmen Höfing und sieben Mädchen und Jungen im Alter von 13 bis 16 Jahren sind eingeladen zum Internationalen Sommercamp in der Steinhagener Partnerstadt Rujiena. Von Sonntag, 19., bis Montag, 27. Juli, wird die Gruppe unterwegs sein.

Annemarie Bluhm-Weinhold

Eine Errungenschaft aus Lettland, die Karmen Höfing, Roland Egert und den Kindern und Jugendlichen im „Checkpoint“ viel Spaß macht, ist das Eishockey-Spiel. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Die freundschaftlichen Kontakte zwischen Steinhagen und Rujiena sind am 1. Dezember 2019 zwischen den Gemeindeoberhäuptern sogar per Vertrag besiegelt worden. Aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendarbeit hier wie dort haben bereits seit längerem Beziehungen geknüpft. So haben Karmen Höfing und Roland Egert bereits mit einer Kreisdelegation Rujiena besucht. Ketija Vitēna, dort in der Jugendarbeit tätig, war 2018 schon einmal in Steinhagen – und würde gerne noch einmal für ein paar Wochen zum Hospitieren wiederkommen. Karmen Höfing ist überzeugt: „Wir können viel voneinander lernen.“

„Checkpoint“-Mitarbeiter Roland Egert

Und das sollen, wenn auch auf ganz anderer Ebene, ebenfalls die Jugendlichen. „Let’s be active and responsible for our nature“ lautet der Titel des Camps: „Lasst uns aktiv und verantwortlich für unsere Umwelt handeln.“ Das ist nicht nur in Sachen Naturschutz gemeint, das umfasst nach Auffassung von „Checkpoint“-Mitarbeiter Roland Egert auch die soziale Umwelt: „Das Camp ist auch ein Projekt gegen Nationalismen. Wenn man Jugendliche aus anderen Ländern kennenlernt, dann hat man auch weniger Vorurteile.“ Und er erhofft sich, dass im Zeitalter der Sozialen Medien und Messenger-Dienste auch bleibende Kontakte entstehen.

Auch in der Ausschreibung der internationalen Begegnung steht: Das Camp wolle Jugendlichen helfen, Neues zu lernen und eigene Ideen zu entwickeln, um interessante Hobbies zu finden und berufliche Perspektiven zu finden. Workshops zu Umweltaktivitäten, Freizeitverhalten, Teambildung, Improvisationstheater, sportliche Betätigungen wie Klettertouren, Kanufahrten und ein Turnier im Zorbball – das sind die aufblasbaren, körperumhüllenden Bälle – sind geplant.

Jugendliche werden in einem alten Gutshaus wohnen

Englisch wird die Verkehrssprache sein. Untergebracht sind die Jugendlichen in einem alten Gutshaus, das zu einer Tagungs- und Übernachtungsstätte umgebaut worden ist, in Sechser- bis Achterzimmern.

270 Euro sind insgesamt für die Woche als Gesamtpreis für Fahrt und Flug (Düsseldorf-Riga), Unterkunft und Verpflegungskosten selbst zu tragen – rund ein Drittel der tatsächlichen Kosten. Der Rest wird bezahlt aus dem Etat des „Checkpoint“ und aus Fördermitteln, die das Haus der Jugend gerade beim Landschaftsverband beantragt hat.

Anmeldung bis spätestens 3. April

Zwei Teilnehmer der Jugendreise stehen bereits fest. Bis spätestens zum 3. April sollten sich alle weiteren Interessenten gemeldet haben im Haus der Jugend unter Telefon 0 52 04/45 46 oder per E-Mail: hdj@hdj-steinhagen.de.

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