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Kritik an Wohn- und Verkehrsplanung: Aktionsbündnis Amshausen will Alternativen zeigen

Sorge um Amshausen

Steinhagen-Amshausen (WB). Die 2017 als Bürgerinitiative gegen Raserei auf der Amshausener Straße gegründete Gruppe wächst und nimmt jetzt auch weitere Themen aus Amshausen ins Visier. Unter dem neuen Titel Aktionsbündnis Amshausen will die Gruppe den Anliegen der Amshausener Gehör verschaffen.

Volker Hagemann

Gerhard Lutzer, Patrick Thorn, Birgit Lutzer, Katrin Thorn mit Tochter Carlotta, Axel König, Yvonne Bode und Angelika Höpfner (von links) wollen den Interessen der Amshausener viel mehr Gehör verschaffen. Foto: Aktionsbündnis Amshausen

Denn momentan sind es buchstäblich mehrere Baustellen, mit denen die Amshausener zurecht kommen müssen: Südlich und nördlich der Amshausener Straße entstehen neue Wohngebiete; die geplante Anbindung über die Falkenstraße an die Ex-B 68 ist umstritten : »Wir kämpfen schon lange gegen diese Straßenführung«, sagt Yvonne Bode. »Sie führt etwa 300 Meter parallel zur ehemaligen B 68. Durch diesen Umweg wird unnötig viel Grünfläche zerstört.«

Von keiner der Steinhagener Fraktionen kam eine Rückmeldung

Die »riesige Aufmündung« kritisiert auch Angelika Höpfner: »Wir befürchten erhöhten Verkehr, mehr Lärm und Abgase. Gegen die geplante Art der Anbindung haben wir 50 Unterschriften gesammelt und uns an alle Steinhagener Fraktionen gewandt – von keiner einzigen kam eine Rückmeldung!«

An der Finkenstraße plant die KWG Abriss und Neubau von Mehrfamilienhäusern ; die Planung finden viele zu wuchtig und zu nah an den Nachbargrundstücken. Ebenfalls Amshausen: »Der Übergang zwischen dem Wohngebiet Swinemünder Straße/Hilterweg und der Patthorst sollte mit niedriger Bebauung gestaltet werden«, findet Anwohner Axel König. »Die geplante Firsthöhe von 14 Metern zerstört das Siedlungsbild. Auch eine Anbindung über den Hilterweg wäre uns lieb.«

Nicht immer nur meckern, sondern auch Alternativen aufzeigen

Birgit und Gerhard Lutzer vom Aktionsbündnis kritisieren insgesamt: »Bei den Entscheidungen im Rathaus fühlen wir uns nicht ausreichend gehört.« Deswegen wolle man mit Eingaben oder Bürgeranträgen seine Anliegen formulieren. Birgit Lutzer stellt klar: »Wir wollen nicht nur meckern oder ständig nein sagen; wir wollen auch konstruktive Ideen, Alternativen aufzeigen.« Die von den Mitgliedern vorgeschlagenen Themen werden mehrheitlich entschieden. Erreichbar ist das Aktionsbündnis unter Telefon 0 52 04/92 12 96, E-Mail: aktionsbündnis.amshausen@yahoo.com .

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