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Gemeinde Steinhagen kann jetzt Baugebiet Amshausen-Nord weiterplanen

Straßen NRW stimmt Anbindung zu

Steinhagen (WB). Geht es jetzt vorwärts mit dem Baugebiet nördlich der Amshausener Straße? Eine Schlüsselfrage mit dem Landesbetrieb Straßen NRW in Bielefeld jedenfalls ist geklärt. Die dritte, die nördliche Erschließung der elf Hektar großen Fläche auf die L756, die frühere B68, kann in etwa so erfolgen, wie von der Gemeinde vorgeschlagen – weg von der Falkenstraße (Variante 3a) sollte die Anbindung etwa 70 Meter weiter in Richtung der Straße Kalkwerk erfolgen (Variante 4).

Annemarie Bluhm-Weinhold

Die Aufmündung soll nicht mehr an der Falkenstraße, sondern um etwa 70 Meter Richtung Kalkwerk verschoben erfolgen. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Um einige Meter hat der Landesbetrieb laut Bürgermeister Klaus Besser den Kreuzungspunkt noch verschoben, der Variante 4 insgesamt aber zugestimmt. Das bestätigte die Bielefelder Behörde auch so. „Allerdings besteht der Landesbetrieb nach wie vor auf die Abbindung der Falkenstraße“, so Besser: „Straßen NRW lehnt es ab, auf einem Abstand von 75 Metern zwei Auffahrten zu haben, da die Ausfahrt der Falkenstraße in den Bereich der Sperrflächen für die neue Aufmündung käme.“

Thema steht auf der Tagesordnung der Bauausschusssitzung am 23. Januar

Das Thema steht auf der Tagesordnung der ersten Bauausschusssitzung im neuen Jahr am Donnerstag, 23. Januar. Wenn die Entscheidung für diese Planvariante im Ausschuss fällt und am 19. Februar auch der Gemeinderat zustimmt, dann würde sich als nächster Verfahrensschritt die dritte Offenlegung der Pläne anschließen. „Dann haben die Bürger wiederum Gelegenheit, Anregungen und Bedenken zu äußern“, so Besser. Er vermöge aber nicht zu sagen, welche Einwendungen noch kommen könnten.

Indes hatten Amshausener Anwohner darum gebeten, bei der Anhörung bei Straßen NRW dabei zu sein. Besser: „Wir haben das auch vorgetragen, das wurde von Straßen NRW aber abgelehnt. Auch hat es kein Behördengespräch mehr gegeben. Wir haben die Planung schriftlich eingereicht.“

Mit erster Planungsvariante waren die Anlieger nördlich der ehemaligen B68 nicht einverstanden

Die Frage der nördlichen Anbindung verzögert die Baugebietsausweisung seit Jahren. Im Süden der Amshausener Straße wird längst gebaut. Aber die Erschließung der nördlichen Fläche, auf der 35 Grundstücke für Einfamilien-, zehn für Doppel- und neun fünf Mehrfamilienhäuser entstehen sollen, zieht sich wegen mehrfacher Umplanung in die Länge. Erschließungen nur zur Amshausener Straße und über den Taubenweg würden nach Einschätzung aller Beteiligten nicht ausreichen. Mit einer ersten Planungsvariante waren die Anlieger nördlich der ehemaligen B68 nicht einverstanden, weil es sie Grundfläche gekostet hätte. Die Variante 3a, der Ausbau der Aufmündung Falkenstraße zu einem von Straßen NRW geforderten großen Knotenpunkt, scheiterte an den Anwohnern dort. Ihre Kritik: zusätzlicher Lärm und Emissionen und viel Flächenverbrauch durch die Größe der Kreuzung und eine parallel zur Landstraße verlaufende Stichstraße zum Neubaugebiet. Im Frühjahr wurde umgeplant und die Erschließung des Neubaugebiets an den Rand eines Gehölzstreifens verlegt.

Planer Dirk Tischmann machte bei der Diskussion im Juni schon darauf aufmerksam, dass eine Aufmündungsvariante möglicherweise die Abbindung der Falkenstraße von der Landstraße nötig machen würde. Aus Gründen der Verkehrssicherheit hielt er das sogar für sinnvoll. Und so sah es auch der Landesbetrieb. Somit bleibt ein hoher Flächenverbrauch, denn nun müsste die Falkenstraße mit einer Stichstraße zur Aufmündung geführt werden. „Es ist aber wegen der geringeren Verkehrsmenge auch weniger Fläche nötig als bei der Variante 3a“, sagte der Bürgermeister.

Nachfrage nach Grundstücken in dem Baugebiet ist hoch

Die Nachfrage nach Grundstücken in dem Baugebiet ist hoch. Und bislang sind nach Auskunft Bessers auch noch keine Bewerber abgesprungen. Im Gegenteil: „Gerade bei den Mehrfamilienhäusern steigt das Interesse von Investoren auch für sozialen Wohnungsbau“, so Besser. Das liege nicht nur an der Niedrigzinsphase, sondern auch an der nunmehr höheren Mietpreisstufe Steinhagens sowie an erhöhter kommunaler Förderung. Indes: „Die Grundstücke binden unser Kapital, weil sie noch nicht verkauft sind. Das Geld fehlt für andere Investitionen, die eventuell über Kredite laufen müssen“, so Besser.

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