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Mehr als 100 Besucher: Belcanto-Chöre singen in Steinhagen Volkslieder und Stücke aus Filmmusik

Trotz weniger Stimmen weiter stark

Steinhagen (WB). Noch einmal einkehren und in sich gehen – dazu dient das Weihnachtskonzert mit den Belcanto-Chören am dritten Advent in der Dorfkirche. Zusätzlich verschönert wurde es diesmal durch den Mezzosopran von Inka Noack; und mit dem Mitsing-Abschluss konnte jeder ein Stück mit nach Hause nehmen.

Eische Loose

Von Männerchor und Kammerchor bleibt Belcanto: Leiter Michael Lehmann vereinte daher in der Dorfkirche die Gruppen der männlichen und weiblichen Sänger zu einem rundum gelungenen, ausgewogenen Klangkörper. Foto: Eische Loose

Glocken, heimelige Geborgenheit und Internationalität kennzeichneten das diesjährige Konzert von Belcanto. Dabei sind von den zwei Chören aus Männern und Frauen, die jeweils Michael Lehmann leitet, nurmehr einer und ein halber übrig geblieben. Der Kammerchor der Frauen ist noch immer stark und überzeugend. Zehn Sängerinnen ließen dabei ihre Stimmen durch die Dorfkirche perlen, intonierten genau und setzten auf stimmungsvolle Pausen. Dabei klang in ihrem Verband sowohl Altes wie das englische „First Noël“ als auch Neues wie Klaus Heizmanns „Seht, das Wunder ist geschehen“.

Noch fünf verbliebene Männer im Chor

Unterstützt wurden sie sangeskräftig von den fünf verbliebenen Männern ihrer Belcanto-Kollegen. Michael Lehmann hatte den reduzierten Männerchor so passend zu den Frauen gestellt, dass noch immer vierstimmige Lieder möglich waren. Gemeinsam gelangen ihnen das schwedische „Sancta Lucia“ ebenso wie Volkslieder und stimmungsvolle Filmmusik-Stücke wie „Hymne de la nuit“.

„Dabei werden stets Geschichten erzählt und Bilder gemalt“, meinte Michael Lehmann. So forderte er beim ersten Gastvortrag von Inka Noack die mehr als 100 Besucher auf, sich auf die Bildwelt einzulassen und eigene Kreationen zu entwerfen. Gerade beim „Wiegenlied“ von Max Reger schien das einfach, doch auch beim „Cantique de Noël“ von Adam und Francks „Panis Angelicus“ gelang das gut. Dabei entwickelte der Mezzosopran der Sängerin aus Bielefeld seinen eigenen Schmelz, der sich warm in die Kirche fortsetzte.

Bei „Stille Nacht, heilige Nacht“ stimmen fast alle mit ein

Das gefiel einigen Zuhörern so gut, dass schon beim ersten Stück ein „Bravo“ durch den Raum flog. So strahlte das Konzert, das Olga Teske teilweise am Klavier begleitete, wie Kerzenschein, sprach von Freude und Wärme.

Ähnlich war es auch beim Stück „Stille Nacht, heilige Nacht“, das schließlich eine gute Stunde Musik für alle ausklingen ließ. Denn fast die ganze Kirche stimmte in die Chorstimmen mit ein. Auf diese Weise wurden die Zuhörer tiefer in die Musik einbezogen und nahmen einen Teil der Stimmung mit auf den Heimweg.

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