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Gütersloher Künstler Karin Bergmann und Johann Sol stellen im Steinhagener Rathaus aus

Werke mit Zwinkern im Auge ihrer Schöpfer

Steinhagen  (WB/el). Gleich zwei Künstler haben sich zusammengetan um das Steinhagener Rathaus noch bis zum 12. September mit ihren Arbeiten zu bereichern: Karin Bergmann und Johann Sol. Dabei steht bei aller Unterschiedlichkeit für beide der Humor im Mittelpunkt.

Humor und gesellschaftliche Kritik ohne Sarkasmus: Das verbindet die Werke von Karin Bergmann und Johann Sol, die jetzt im Foyer des Rathauses zu sehen sind. Foto: Eische Loose

Der Harsewinkeler Frido Jacobs versuchte jetzt bei der Vernissage in seiner Einführung besonders zu ergründen, warum es genau diese beiden Künstler sind. Sicherlich, beide kennen sich aus dem ehemaligen Gütersloher Kunstkreis. Doch könnten ihre Techniken nicht unterschiedlicher sein.

Karin Bergmann arbeitet besonders mit Stein, vor allem Marmor, Alabaster und Speckstein. Dazu kommen Materialien wie Ton und Holz, die sie in beachtliche Figuren verwandelt. Darunter sind immer wieder Menschen, aber auch Geisterhaftes aus Wald und Natur. Eine ganze Reihe spiegelt schließlich ihren Titel »Alles unter einem Hut« wider und zeigt diverse Kopfbedeckungen aus Ton.

»Strukturierter Unsinn«

Johan Sol hingegen, den es aus den Niederlanden nach Gütersloh verschlagen hat, hat sich Papier, Tuschefeder und Wasserfarben verschrieben. Alle drei kombiniert er in seinem »strukturierten Unsinn« zu stets gleichformatigen Bildern mit Figuren, teils auch recht verschrobenen. Den humorigen Bildern hat er jeweils ein Stückchen Text zugeordnet, das noch einmal deren Zeitbezug aufgreift. So wird der Humor und die Satire in den Bilder verstärkt.

Genau hier entdeckt Frido Jacobs auch die erste Gemeinsamkeit: den Humor. Beiden Werken ist deutlich das Zwinkern im Auge ihrer Schöpfer anzusehen. »Dabei rutscht die Satire nie ins Zynische ab«, meint Frido Jacobs. Auch die gesellschaftlichen und zutiefst menschlichen Themen verbinden die beiden. Gleichzeitig haben sie jeweils sehr persönliche Herangehensweisen erarbeitet.

Zu Interpretation und Fantasien anregen lassen

Hat Karin Bergmann sich dabei vor allem auf die Expertise diverser Sommerakademien gestützt, so war Johan Sol schon in seinem Beruf als Designer für moderne Teppichkunst künstlerisch tätig. Auf diese Weise entstehen zwei komplexe Welten, die auch Bürgermeister Klaus Besser als sehr inspirierend empfindet. Er rät den Besuchern der Ausstellung daher, sich mit Ruhe zu Interpretationen und Fantasien anregen zu lassen.

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