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Arbeitsgemeinschaft will mit Fotoaktion Sichtweisen ermitteln

Wie Kinder»ihre« Orte sehen

Steinhagen  (WB/vh). Brockhagens Kirchmauer, der Skaterpark am Schulzentrum, der Amshausener Schulhof... Welche Orte in Steinhagen, Amshausen und Brockhagen gefallen Kindern und Jugendlichen? Welche dagegen nicht? Was könnte man verbessern? Das will die Lokale Arbeitsgemeinschaft (Lok AG) Steinhagen jetzt herausfinden – indem Kinder und Jugendliche solche Orte fotografieren oder malen.

Wie könnte »Mein Bild von Steinhagen« aussehen? Das überlegen an der Skaterbahn auch (von links) Lisa Brennecke, Klaus Besser, Lisa Wendt, Heinrich Ordelheide, Karmen Höfing, Sarina Jarosch und Birgit Biniok. Foto: Volker Hagemann

»Das Projekt, in Steinhagen eine Premiere, richtet sich an Teilnehmer von 6 bis 17 Jahren«, sagt Mitinitiator und Jugendsozialarbeiter Heinrich Ordelheide. »Das soll uns die Perspektiven und Sichtweisen der jungen Leute vor Augen führen. Die Ergebnisse wollen wir daraufhin in unsere Jugendhilfeplanung einfließen lassen.«

Warum ist gerade dieser Ort besonders toll oder furchtbar?

Das Mitmachen ist ganz einfach: In den kommenden Tagen werden Handzettel an Steinhagens Schulen, Jugendgruppen, etwa auch im Haus der Jugend »Checkpoint«, verteilt. Kinder und Jugendliche fotografieren mit Kamera oder Smartphone »ihre« Orte des Wohlfühlens oder des Nicht-Gefallens oder malen sie. Das Ganze sollten sie bis spätestens 31. Oktober in den genannten Einrichtungen oder an der Rathaus-Information abgeben. »Wichtig wäre eine kurze Begründung: Warum ist gerade dieser Ort besonders toll oder eher furchtbar«, ergänzt Heinrich Ordelheide.

Sarina Jarosch, Sozialarbeiterin am Steinhagener Gymnasium, koordiniert das Projekt, mit im Boot sind außerdem Lisa Wendt vom Kreis Gütersloh und Lisa Brennecke vom Haller Jugendamt, allesamt Mitglieder der Lok AG.

Rückmeldung fließt in die Planungen der Gemeinde ein

Bürgermeister Klaus Besser und Schulamts-Mitarbeiterin Birgit Biniok als Vertreter der Gemeinde unterstützen das Vorhaben gerne. Schließlich sind die Rückmeldungen auch für die Gemeinde und ihre Planungen wichtig. »Es geht allerdings nicht in erster Linie um Wunscherfüllung durch neue Spielplätze, sondern vielmehr um Veränderungen, Verbesserungen bestehender Orte oder Angebote«, betonen beide. Auch sei die Qualität der Fotos oder Bilder in diesem Fall nebensächlich.

Anfang November will die Projektgruppe über die Ergebnisse beraten, im Dezember werden dann die Gewinner ausgelost: Denn für die Teilnahme winken Geldbeträge, Gutscheine und Sachpreise. Aus den gesammelten Ergebnissen plant die Lok AG schließlich, Empfehlungen an Gemeinde oder Kreis zu geben, wo genau Veränderungen zugunsten der Kinder und Jugendlichen sinnvoll sein könnten.

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