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ZOB wird 2020 Mobilstation – Planung reicht bis zur Schule

Zwei Zonen fürs Elterntaxi

Steinhagen   (WB). Ist die Grundschule Steinhagen demnächst die einzige Schule weit und breit mit zwei Elternhaltezonen, den sogenannten »Kiss&Ride«-Parkplätzen? Nach dem Ausbau des ZOB und der angrenzenden Pestalozzistraße wird das der Fall sein. Und wie Planer Ralf Düspohl (Büro Röver) jetzt im Bauausschuss erläuterte, macht das auch Sinn.

Annemarie Bluhm-Weinhold

Der neue ZOB im Überblick: Fünf barrierefreie Busstationen sind vorgesehen, Parkplätze in der Mitte, E-Ladesäulen, Fahrradstellplätze, Elternhaltezonen im Wendebereich und an der Straße. Foto: WB

Denn spätestens nach Gesprächen mit der Schule weiß der Planer: Es ist nötig, den »Elterntaxi«-Betrieb direkt vor der Schule zu verhindern. Die Zustände dort werden als chaotisch geschildert. Und so wird es eine Elternhaltezone im Wendebereich des Busbahnhofs geben, und eine zweite wird neben Park&Ride-Plätzen an der Pestalozzistraße eingerichtet – nebst einem Wendebereich.

2020 soll der ZOB zur Mobilstation umgebaut werden. Fünf Bussteige werden barrierefrei (um-)gebaut, neue Fahrradabstellplätze und überdachte Fahrgastbereiche geschaffen, ebenso Plätze für Park&Ride und die Grundlage für E-Mobilität. Da sind auch die Gemeindewerke gefragt, wenn es um die E-Ladesäulen geht. Deren Anzahl war ein Diskussionsthema. Wie hoch wird der Bedarf in Zukunft sein, und wie die Auslastung? Besonders viele müssen es wohl nicht sein: Klaus Besser aber geht davon aus, dass jeder demnächst günstiger Zuhause sein Auto laden könne, weil der Strom der Gemeindewerke alsbald nicht mehr kostenlos sei.

Bis Jahresende muss die Planung vertieft und zum Erwerb von Fördergeldern eingereicht sein. 650.000 Euro kostet der Umbau des ZOB, 500.000 Euro davon könnten Zuschüsse sein.

Grundsatzentscheidungen zur Straßen-Umgestaltung

Im Zusammenhang mit dem ZOB steht die Umgestaltung der Straße Am Pulverbach. Realisiert wird das Vorhaben zwar erst 2021, dennoch waren jetzt Grundsatzentscheidungen zu treffen. Die Fraktionen sind sich einig: Die Straße soll »Tempo 30«-Zone bleiben, die Radfahrer sollen auf Schutzstreifen auf der Fahrbahn geführt werden. Ob man die durchgehend auch rot markieren kann, ist eine noch offene Frage. Eine weitere betrifft den Knotenpunkt Bahnhofstraße: Soll dort ein Kreisel entstehen oder soll die Ampel bleiben und die Fahrradfahrer eine Aufstellfläche vor den Autos bekommen, um wahrgenommen zu werden? Carsten Heidemann (SPD) findet das sicherer. Zudem ist der Platzbedarf eines Kreisverkehrs sehr hoch.

Zwei Querungshilfen soll es geben laut Planer. Eine auf Höhe der Einmündung zur Praxis Ahlemeyer und zum Betreuten Wohnen, eine weitere vor dem Rathaus. Diese soll sehr langgestreckt sein, um die Schulkinder, die auf ihrem Nachhauseweg von der Schule Richtung Mozartstraße fahren müssen vom Fahrradweg am ZOB auf die richtige Straßenseite, nämlich die vor der Volksbank, zu leiten.

Die Kosten für den Umbau werden auf 1,5 Millionen Euro geschätzt.

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