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Spiel- und Freizeitgelände ist in Endplanung – »Viärlsche Reigen« aufgelöst

Ab 2021 darf gespielt werden

Verl (WB). Im November 2014 hat die Verler Kolpingsfamilie den Bau eines Spiel- und Freizeitgeländes angeregt. Nun besteht Hoffnung, dass gut sieben Jahre nach dem Antrag Kinder auf dem Sportgelände am Schmiedestrang spielen und toben können. Das betonte Bürgermeister Michael Esken während der Jahreshauptversammlung der Kolpingsfamilie.

Andreas Berenbrinker

Auf dieser Fläche am Schmiedestrang soll ein neues Spiel- und Freizeitgeländes entstehen. Die Idee kam von der Kolpingsfamilie Verl.

Der Antrag der Kolpingsfamilie, einen größeren Freizeitbereich für Kinder zu schaffen, stieß in Verl auf breite Zustimmung. Laut Michael Esken waren auch die Verwaltung und die Politik immer der Meinung, dass es sich um eine tolle Idee handelt.

Dennoch zieht sich die Verwirklichung hin. Der Bürgermeister, gleichzeitig amtierender König der Kolpingsfamilie, begründete dies auch mit der Klage gegen das neue Sportzentrum an der Poststraße. Bekanntermaßen haben Anliegerinnen gegen den Umbau der Sportclub-Arena des SC Verl geklagt. »Ein Spielplatz sorgt unter Umständen für noch mehr Lärm, daher wollten wir die Entscheidung der Gerichte abwarten«, erklärte Esken. Nachdem die Klage abgewiesen worden sei, stehe auch dem Spiel- und Freizeitgelände nichts mehr im Weg. Im Haushaltsplan für das Jahr 2019 wurden finanzielle Mittel bereitgestellt, die Kolpingsfamilie und der Bürgermeister hoffen, das Gelände spätestens 2021 der Öffentlichkeit zugänglich machen zu können.

Neben Spielmöglichkeiten wird auf dem Areal mit gut 500 Quadratmetern am Schmiedestrang ein Grillplatz und eine Hütte zu finden sein. Esken betonte, dass die Kolpingsfamilie in der Stadt politische Schwerpunkte setze. Auch beim Skulpturenpark auf der Bürmschen Wiese sei sie Ideengeber gewesen. »Bald sind wir neben Frankfurt eine Bankenstadt«, sagte Esken augenzwinkernd und spielte auf die verschiedenen Sitzmöglichkeiten bei den Planungen der neu gestalteten Wiese am Rathaus an. Er betonte, dass auch die viel diskutierte, fünf Meter hohe Bank im unterem Bereich eine Sitzmöglichkeit biete.

Ferner sagte der Bürgermeister, dass man sich um eine Lösung für die Aula in der ehemaligen Realschule bemühe, die insbesondere von der Theatergruppe der Kolpingsfamilie genutzt wird. »Das Konzept der Gesamtschule hat Vorrang, aber eine Erhaltung der Aula wäre schön.« Das Stadtoberhaupt gab abschließend zu, dass der von der Kolpingsfamilie initiierte Runde Tisch zur Seniorenarbeit zurzeit etwas auf Eis liege, man in der Verwaltung mit Sandra Hasenbein aber in diesem Bereich eine Nachfolgerin für Christiane Vornholt gefunden habe.

Aktuell 484 Mitglieder

Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung standen Berichte der verschiedenen Abteilungen der Kolpingsfamilie mit ihren 484 Mitgliedern. Berichte der Kolpingsenioren, aus dem Familienzentrum Verl mit dem Adolph-Kolping-Kindergarten und der St.-Franziskus-Kindertagesstätte mit insgesamt 192 Kindern, aus den Familienkreisen, dem Programmteam, der Theatergruppe sowie dem kommunalpolitischen Arbeitskreis zeigten die große Vielfalt der Gemeinschaft auf.

Zum Ende des vergangenen Jahres aufgelöst hat sich hingegen die Volkstanzgruppe »Viärlsche Reigen«, die 1985 gegründet wurde. »Es hat einfach keinen Sinn mehr gemacht«, sagte Ferdinand Hensler. Man habe nicht mehr genug Paare zum Tanzen gefunden.

Im Vorstand der Kolpingsfamilie gibt es Änderungen. Ausgeschieden sind Schriftführer Marcus Tschackert sowie die Vertreter aus dem Familienkreis, Andrea Frickenstein, Boris Kettelhoit und Sandra Westerbarkei. Zum Abschied bekamen sie den Halbbitter-Schnaps »Kleiner Geselle«. Auch mit dem Erlös der Spirituose baut die Kolpingsfamilie Neuenkirchen ein neues Kolpinghaus.

Neu im Vorstand sind Susanne Düttmann (Schriftführerin), Michael Fröhleke (Familienkreis) sowie Theresa Kleineheinrich-Werneke (Programmteam). Das Dreierteam an der Spitze besteht weiterhin aus Raimund Diermann, Josef Frickenstein und Klaus ­Siggemann. Kassierer bleibt Peter Maasmeier. Dieser konnte von einer gesunden Finanzlage berichten, mahnte aber an, dass die Kolpingsfamilie Verl als gemeinnütziger Verein kein »Sparverein« sein und man nicht zu viel Geld anhäufen dürfe.

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