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Erster Umweltaktionstag des Musik- und Kulturverbandes Verl und des Klimaschutzmanagers

Auf den Spuren der Olchies und der Waldtiere

Verl (WB/kl). Der verantwortungsvolle Umgang mit Müll und ein Bewusstsein für die Natur, das ist der ernste Hintergrund eines Aktionstages im Abenteuerland Brisse, der in erstmaliger Zusammenarbeit des Musik- und Kulturverbandes Verl und des Verler Klimaschutzmanagers, Dr. Fabian Humpert, am Donnerstag im Rahmen der Ferienspiele stattgefunden hat.

Alanna, Nimue, Hannah, Anna und Jona haben Spaß beim Zusammenbauen der Müll fressenden Olchies. Foto: Matthias Kleemann

20 Kinder durften zunächst ein Puppenspiel des Wodo-Puppen­theaters aus Mühlheim/Ruhr verfolgen und anschließend selbst aktiv werden. Im Mittelpunkt der Aufführung standen die Olchies, liebenswerte Fantasiekreaturen, die auf und vom Müll leben. Sie pupsen und stinken und essen Müll, sind dreckig und werden krank, wenn man sie wäscht, also das genaue Gegenteil von dem, was man als erstrebenswert betrachtet.

Aber schön, wenn es solche Gesellen gibt, die einem den Müll abnehmen. Deshalb wurden während eines Workshops unter der Leitung von Fabian Humpert und Energieberaterin Ines Perschke nach dem Theater die Olchies selbst gebaut. Konservendosen, Papprollen, alte Kronkorken und ein bisschen Geschenkpapier, das ist das Material, aus dem man einen Olchie herstellen kann. Als besonderer Clou wird der Kopf an eine Solarzelle angeschlossen, so dass er sich automatisch dreht, wenn er genug Licht bekommt.

Gesundes Mittagessen, Fernglas-Rallye auf dem Gelände

Nach einem gesunden Mittagessen, das Elke Hänel und Jessica Dobinsky, ebenfalls mit sehr viel Fantasie, zubereitet hatten, folgten noch Bewegungsspiele für die jungen Teilnehmer.

Außerdem konnten sie den Lernort Natur der Kreisjägerschaft aufsuchen. Dort konnten sie unter der Leitung von Andreas Pickert und Sabine Pollmeier mit dem Fernglas nach präparierten Waldtieren Ausschau halten, die auf dem Außengelände etwas versteckt aufgestellt worden waren. Auch wie sich das Fell eines Eichhörnchens oder eines Fuchses anfühlt, dürfen die Kinder erspüren. Für die etwas Größeren hat Pickert zwei Präparate, die er nicht unvorbereitet zeigt: Ein Hase, der sich in einem Kartoffelsack verfangen hat und ein anderes Tier, das den Kopf nicht mehr aus einem kaputten Fußball herausbekommt. »Kinder, die das sehen, fangen meistens sofort damit an, wilden Müll einzusammeln«, sagt Pickert.

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