1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Verl
  6. >
  7. Beckhoff will Umsatz in Großbritannien verdoppeln

  8. >

Firmen-Chef erwartet »weichen« Brexit – IHK zu Gast in Verl

Beckhoff will Umsatz in Großbritannien verdoppeln

Verl (WB). Umbau der UK-Zentrale in Henley-on-Thames, Eröffnung von zwei neuen Büros in England und Irland, Verdopplung des Umsatzes bis 2021. Beckhoff Automation will in Großbritannien kräftig wachsen – trotz Brexit.

Julian Stolte

Area Sales Manager Kenan Aktas spricht über die Zukunft von Beckhoff Automation in Großbritannien. Foto: Julian Stolte

Etwas mehr als zehn Millionen Euro hat das Verler Unternehmen im vergangenen Jahr auf der Insel umgesetzt. Innerhalb von gut fünf Jahren ist der Umsatz also verdoppelt worden. Einen Zuwachs solch einer Größenordnung hatte Beckhoff auch für den folgenden Fünf-Jahres-Zeitraum ausgegeben. Dieser endet 2021. Dann will Beckhoff in Großbritannien mit seinen derzeit 30 Mitarbeitern also mindestens 20 Millionen Euro umsetzen.

Bis dahin steht noch der Umbau der Großbritannien-Zentrale in Henley-on-Thames an. Im 10.000-Einwohner-Städtchen 60 Kilometer westlich von London ist Beckhoff seit Beginn seiner Aktivitäten auf der Insel im zweiten Halbjahr 1992 vertreten. Firmen-Chef Hans Beckhoff und der heutige verantwortlichen Mitarbeiter Stephen Hays kamen seinerzeit am Rande der Hannover-Messe in Kontakt.

Zwei neue Büros in Manchester und Irland

In den kommenden ein bis zwei Jahren steht zudem die Eröffnung von zwei Büros an. Im Raum Manchester sowie in Irland will Beckhoff bald vertreten sein. Dies sagte Kenan Aktas, Area Sales Manager bei Beckhoff Automation, am Dienstag in der Unternehmenszentrale am Hülshorstweg in Verl. Aktas sprach im Rahmen der IHK-Begegnungswoche »Ostwestfalen meets Great Britain« zu Gästen aus OWL und darüber hinaus. Im Mittelpunkt: das UK-Geschäft des 3300-Mitarbeiter-Unternehmens.

Freilich befasse man sich auch bei Beckhoff mit dem Brexit und dessen Folgen für die deutsche Wirtschaft. Firmen-Inhaber Hans Beckhoff gehe allerdings von einem »weichen« Brexit aus. So oder so: Eine Veränderung der Strategie in Großbritannien ist Beckhoff zufolge kein Thema. Ein Rückzug steht ebenfalls nicht zur Debatte. Das Gegenteil ist der Fall: Die Investitionen dort sollen weiter ausgebaut werden. Aktas sagte hierzu: »Der UK-Markt ist für uns wichtig, weil er sehr, sehr viel Po­tenzial für Wachstum hat.«

Der Anteil auf dem viertgrößten Markt für Automatisierungstechnik in Europa betrage aktuell drei Prozent. Eingesetzt werden Beckhoff-Produkte insbesondere in der Verpackungsindustrie, im Maschinenbau, in der Druckindustrie sowie für Gebäude und Infrastruktur. Der Brexit werde ganz unabhängig vom Ausgang derzeit laufender Verhandlungen nichts daran ändern, dass Beckhoff seine Produkte dort vertreibe. »Aber es wird wohl unruhig werden«, vermutete Kenan Aktas.

Startseite