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Gymnasium startet einen Austausch mit der Ringwood School

Besuch aus Großbritannien

Verl (WB). Fünf Schülerinnen und vier Schüler aus Großbritannien halten sich zurzeit im Rahmen eines Schüleraustauschs in Verl auf. Gestern Nachmittag sind sie vom Leiter des Gymnasiums, Matthias Hermeler, und von Bürgermeister Michael Esken begrüßt worden.

Matthias Kleemann

Deutsche und britische Schüler sind gestern Mittag im Gymnasium begrüßt worden. Die Reisegruppe aus Ringwood wird von ihrer Lehrerin Sarah Gilbert (rechts) begleitet. Auf deutscher Seite betreut Henning Kötter (hinten rechts) das Projekt. Foto: Matthias Kleemann

Die kleine Schülergruppe kommt aus Ringwood, einem kleinen Ort in der Grafschafts Hampshire. Sie besuchen die dortige weiterführende Schule, die Ringwood School, auf der man nach 11 Schuljahren die Mittlere Reife und nach 13 Jahren das Abitur machen kann. Zurzeit gehen sie in die elfte Klasse, sind also 15 bis 16 Jahre alt.

Die Jungen und Mädchen trafen am Freitag ein und sind in Gastfamilien untergebracht. Das Wochenende war dem Kennenlernen in den Familien vorbehalten. Gestern nahmen die Gastschüler am Unterricht im Gymnasium teil. Nach der Begrüßung durch Schulleiter und Bürgermeister ging es nach Bielefeld in eine Boulderhalle. Später besichtigte die Gruppe die Bielefelder Altstadt und ließ den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen.

Nach Köln und Düsseldorf

Heute wird die Gruppe Köln und dort natürlich den Dom besichtigen und am Mittwoch geht es schon wieder nach Hause. Zweckmäßigerweise wird der Rückflug vom Flughafen Düsseldorf aus mit einem Besuch vorab in Düsseldorf verbunden. Den Vormittag verbringen die britischen Gäste jedoch noch einmal am Gymnasium.

Es handelt sich um den Beginn eines neuen Schüleraustauschs mit einer englischsprachigen Schule. Nachdem die Partnerschaft zu einer Schule im US-Staat Oregon vor einigen Jahren eingeschlafen war, hatte sich der Englischlehrer Henning Kötter auf die Suche nach einer geeigneten Schule begeben und war auf Umwegen auf die Ringwood School gestoßen.

Die erste Begegnung ist etwa ein Dreivierteljahr lang vorbereitet worden. Es sei einiges an Papierkrieg zu bewältigen gewesen, sagt Kötter, der sich zurzeit in Elternzeit befindet, das Projekt jedoch trotzdem begleitet. Zuständig sind außerdem die Englischlehrerin Britta Knuth, die Lehrerinnen Isabel Marianne Lackner und Liisa Feldmann.

Brexit kein Hindernis sondern Ansporn

Betont wurde gestern, wie wichtig ein solcher Schüleraustausch sei, gerade vor dem Hintergrund der Brexit-Verhandlungen. Er könne nicht von Politikern ausgehebelt werden, sagte Bürgermeister Michael Esken. Der Austausch der Kulturen und das Gespräch der Menschen miteinander hätten einen hohen Stellenwert. Es sei erfreulich, dass das Gymnasium wieder eine englischsprachige Partnerschule gefunden habe.

Schulleiter Matthias Hermeler sagte, er hoffe, dass aus dem Austausch neue Freundschaften und neue persönliche Verbindungen entstehen, die vielleicht ein ganzes Leben wirken. Das gegenseitige Kennenlernen der Kulturen gehöre zu den Zielen der UNESCO-Projektschulen, zu denen auch das Verler Gymnasium zählt.

Die Schülerinnen und Schüler aus Ringwood haben schon fünf bis sechs Jahre lang Deutsch gelernt. Die Stadt liegt in einer ländlichen Gegend und passt deswegen recht gut zu Verl. »Wir haben dort den New Forest, das ist ein großes geschütztes Gebiet«, sagt Sarah Gilbert, die die Gruppe zusammen mit ihrem Mann Mike betreut. Sie habe sich bei einem Spaziergang im Holter Wald sehr an ihre Heimat erinnert gefühlt, sagt sie.

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