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Verl

EGE-Gruppe in Verl übernimmt Reckendrees Bauelemente

Verl (gl)

Die EGE-Gruppe und Reckendrees Bauelemente sind Nachbarn in Verl. Überraschend wird Reckendrees jetzt von EGE übernommen.

Nach der erfolgreichen Transaktion zwischen den Verler Fensterbauunternehmen präsentieren sich (v. l.) Thomas Schröder, geschäftsführender Gesellschafter der EGE-Unternehmensgruppe, Kirstin Reckendrees, Ex-Inhaberin der Reckendrees Bauelemente, Wolfgang Nossek und Gregor Biermann, scheidender und neuer Geschäftsführer der Reckendrees Bauelemente.

Verl (gl) - Die Gesellschaft Reckendrees Bauelemente gehört ab sofort zur EGE-Unternehmensgruppe. Das geht aus einer Pressemitteilung der beiden Firmen hervor. Demnach haben am 21. Juni Kirstin Reckendrees und Thomas Schröder, geschäftsführender Gesellschafter der EGE-Unternehmensgruppe, einen entsprechenden Kaufvertrag unterzeichnet.

Der Sitz beider Bauelementehersteller befindet sich in direkter Nachbarschaft in Verl. EGE setzt mit dem Zukauf eines gesunden und modern aufgestellten Unternehmens seinen Wachstumskurs fort, teilen die Verantwortlichen mit. Nachdem Kirstin Reckendrees seit 2012 als Eigentümerin und Geschäftsführerin die Geschicke des 1978 von ihrem Vater Heinrich Reckendrees gegründeten Unternehmens leitete, zieht sie sich nun aus privaten Gründen aus dem Geschäftsleben zurück. Sie übergibt ein erfolgreiches Unternehmen mit modernem Maschinenpark, heißt es in dem Schreiben. Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwirtschafteten mit der Produktion von Bauelementen aus Kunststoff und Aluminium im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 25 Millionen Euro.

Gregor Biermann und Thomas Schröder führen die Geschäfte

Gregor Biermann übernimmt neben dem Geschäftsführenden Gesellschafter Thomas Schröder die operative Geschäftsführung bei Reckendrees Bauelemente. Der Kaufmann führt bereits seit September 2021 erfolgreich die Geschäfte der ebenfalls zur EGE-Gruppe gehörenden Baltic Fenster, Langenhorn. Er wechselte vom EGE-Nachbarn und -Zulieferer Alulux, wo er mehr als drei Jahrzehnte als Vertriebsleiter und Prokurist tätig war. Als Geschäftsführer von Baltic Fenster und Reckendrees Bauelemente verantwortet Biermann nun gesamtheitlich die Vermarktung der Veka-Produktlinie innerhalb der EGE-Unternehmensgruppe.

Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, setzt Thomas Schröder zudem darauf, noch lange von den Erfahrungen des scheiden–den Reckendrees-Geschäftsführers Wolfgang Nossek zu profitieren: „Wolfgang Nossek hat das Unternehmen gemeinsam mit Kirstin Reckendrees hervorragend im deutschen Bauelementemarkt positioniert.“ Nossek, der im Juli 2022 seinen 70. Geburtstag feiert, will dem Unternehmen weiter als Berater zur Verfügung stehen.

Erfolg des Unternehmens soll fortgeschrieben werden

Zu dem Verkauf an die EGE-Unternehmensgruppe sagt er: „Für die Zukunft der Reckendrees Bauelemente war das eine gute Entscheidung.“ Für Kirstin Reckendrees war es wichtig, dass der Erfolg ihres Unternehmens fortgeschrieben werden kann. Die Übernahme durch ein traditionsreiches und familiengeführtes Verler Unternehmen aus der gleichen Branche eröffne Entwicklungspotenziale sowie chancenreiche Perspektiven für alle Mitarbeitenden. Für die Belegschaft ändere sich mit der Zugehörigkeit zur EGE-Unternehmensgruppe nichts.

Thomas Schröder sieht im Zukauf der Reckendrees Bauelemente für die EGE-Unternehmensgruppe die ideale Ergänzung zur 2018 erfolgten Übernahme der Baltic Fenster, um die qualitativ hochwertige Veka-Produktlinie mit Raja Profilen weiter auszubauen.

150 Millionen Euro Jahresumsatz angestrebt

Traditionell gehört EGE nach eigenen Angaben zu den größten Kömmerling-Verarbeitern. Durch die unmittelbare Nachbarschaft von EGE und Reckendrees ergeben sich Synergien, um die Gruppenlogistik zu optimieren und Produktionskapazitäten auszulasten.

Reckendrees soll, genau wie Baltic Fenster, weiter eigenständig agieren. Als Teil der EGE-Unternehmensgruppe kann der Verarbeiter von Veka- und Heroal-Profilen zukünftig auch als Vollsortimenter im Markt auftreten. Mit der Akquisition von Reckendrees wächst die EGE-Gruppe auf rund 800 Mitarbeiter. An fünf Produktionsstandorten im Inland und zwei im Ausland sowie mit den Objektgesellschaften peilt sie im Geschäftsjahr 2022/23 einen Jahresumsatz von mehr als 150 Millionen Euro an.

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