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Weihnachtskonzert des Männergesangvereins, des Frauenchors und der VerlHarmoniker

Ein Abend zum Summen und Singen

Verl (du/WB). Haben Sie das auch gehört? Dieses Summen am Sonntag, als 440 Menschen nach dem Weihnachtskonzert der Verler Chöre nach Hause gegangen sind – und die Musik noch im Ohr und auf den Lippen hatten?

Was für ein imposantes Bild, als Männergesangverein, Frauenchor und das Orchester gemeinsam auf der Bühne im Pädagogischen Zentrum stehen. Das ist nicht nur beeindruckend für die Augen, sondern auch ein ganz besonderes Erlebnis für die Ohren der 440 Besucher des Weihnachtskonzertes. Foto: Dunja Delker

Zum wiederholten Mal haben der Frauenchor VerLady, der Männergesangverein Liedertafel und erstmals auch die VerlHarmoniker ihr Publikum im Pädagogischen Zentrum auf Weihnachten eingestimmt. Der Wunsch der Musiker nach Weihnachtsstimmung geht vom ersten Ton an in Erfüllung , als der Frauenchor „Süßer die Glocken nie klingen“ mehrstimmig singt und das leise Mitsummen der Zuhörer nicht mehr aufzuhalten ist.

Dabei macht Moderator Martin Jennen bei seiner Begrüßung keinen Hehl daraus, dass Weihnachten nicht immer nur „süß“ ist. Das Fest der Feste biete für viele Menschen nicht nur Freude, sondern auch Kummer und Streit. Jennen zitiert aus dem Lied „Leise rieselt der Schnee“: „Still schweigt Kummer und Harm. Sorge des Lebens verhallt.“ Mit ihrem gemeinsamen Weihnachtskonzert wollen die Musiker den Verlern Raum geben, um runter zu kommen, inne zu halten und zu genießen.

Und das tun die Zuhörer am Sonntagabend bei bekannten und weniger bekannten Melodien. Vor allem die VerlHarmoniker, ein Ensemble aus Streichern und Flöten, sorgt für eine ganz besonders romantische Stimmung.

Klassik und Popularmusik

Da ist es wieder – dieses Mitsummen – beim Allegro von Opus 47/2 RV 533 von Antonio Vivaldi. Vor allem die Solistinnen Sybille Bohlen und Ina Klusmeyer runden die Darbietung der Streicher auf besondere Weise ab – und das in einem kleinen Ensemble, das es erst seit knapp zwei Jahren als Folge eines VHS-Orchesters gibt. Bunt gemischt sind die VerlHarmoniker – Friedrich an der Violine ist gerade erst zwölf Jahre alt.

Dass es nicht nur Klassik kann, sondern auch Popularmusik, zeigt das Ensemble unter der Leitung von Gesine Blomberg-Laurenz, die Lehrerin an der Kreismusikschule ist, mit „It’s most wonderful time of the year“ und einem Medley aus „The Polar Express“ – begleitet von Leon Fromme am Schlagzeug.

Beschwingt auf der einen und bedächtig auf der anderen Seite geht es auch bei den großen Chören zu: Der Frauenchor VerLady unter der Leitung von Gregor Stachowiak stimmt „Maria durch den Dornwald ging“ ebenso gekonnt an wie „Kannst du noch glauben“. Im Chor mit dem MGV spielen sich die Tenöre und Sopranisten mit den Alt- und Bassstimmen die Bälle zu.

Weihnachtsgeschichte gehört dazu

Auch der Männerchor präsentiert mit „Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen“ und „Ist es weit nach Bethlehem“ bekanntere und mit „Sind die Lichter angezündet“ weniger populäre Weihnachtslieder.

Das Konzert ist nicht nur ob der abwechslungsreichen Musik bei seinem bunt gemischten Publikum so beliebt. Auch das traditionelle Vorlesen einer Weihnachtsgeschichte gehört dazu wie die Kerzen zum Christbaum. Und so greift Martin Jennen das Thema seiner Begrüßung noch einmal auf – in einer humorvollen Geschichte, die den Streit um den richtigen Baum zum Thema hat.

Chöre und Publikum singen gemeinsam „Oh, Du Fröhliche“

Besonders feierlich wird es, als der Gemischte Chor mit den VerlHarmonikern zum Finale den Klassiker „Stille Nacht, Heilige Nacht“ erklingen lässt. Spätestens dann wird aus dem Mitsummen ein Mitsingen. Das lässt sich das Publikum bei der Zugabe „Oh, Du Fröhliche“ nicht zwei Mal sagen, stimmt noch lauter mit ein – und summt auf dem Weg nach Hause noch leise weiter.

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