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Österwieher Straße für 2,5 Millionen Euro saniert und ausgebaut

Endlich freie Fahrt

Verl (WB/du). Autofahrer, die verbotenerweise durch die Baustelle fahren, oder Verkehrsrowdys, die eine Schranke abbrechen: All’ diese Szenen hat es an der Baustelle Österwieher Straße in den vergangenen Monaten gegeben. Doch das ist jetzt vorbei: Gestern wurde die Kreisstraße 42 offiziell für den Verkehr freigegeben.

Schneiden symbolisch das rot-weiße Band zur Eröffnung der neuen Österwieher Straße samt Geh- und Radweg durch (von links): Martin Hano (Bauhof des Kreises), CDU-Kreistagsmitglied Helmut Kaltefleiter, Landrat Sven-Georg Adenauer, CDU-Kreistagsmitglied Bernhard Altehülshorst, Verls Bürgermeister Michael Esken und Nils Benteler (Bauhof des Kreises). Foto: Dunja Delker

Herausforderungen

Eine Herausforderung war laut Kreis die Planung diverser Bauabschnitte, um die Belastung für Anwohner und Firmen so gering wie möglich zu halten. Auch der Schulbusverkehr konnte aufrecht erhalten werden: Die Brücke wurde in den Sommerferien gebaut. In Schulzeiten ermöglichte eine Schranke die Busdurchfahrt. Das haben einige Autofahrer als Erlaubnis aufgefasst, die Baustelle ebenfalls durchfahren zu dürfen, so dass eine Kamera installiert werden musste. „Das geht auf keine Kuhhaut“, ärgert sich Landrat Sven-Georg Adenauer und betont, das ein Verkehrsrowdy aus Bielefeld anhand der Aufnahmen überführt werden konnte. „Leute aus dem Kreis Gütersloh machen so etwas nicht“, scherzt Adenauer und bedauert: „Das erleben wir leider immer häufiger bei Baustellen im Kreis Gütersloh.“ Die Übeltäter würden allerdings zur Rechenschaft gezogen.

So geschehen auch in Werther, wo bei Bauarbeiten der Theenhausener Straße (K28) Autofahrer die Schranke schon diverse Male durchbrochen haben und stecken geblieben sind.

Der Kreis Gütersloh hat seit 8. März 2018 nicht nur die Österwieher Straße saniert und ausgebaut, sondern auch die 2,2 Kilometer lange Lücke im Geh- und Radwegenetz zwischen der Neuenkirchener Straße und Reckerdamm geschlossen. Eine Maßnahme, auf die vor allem die CDU-Kreistagsmitglieder Helmut Kaltefleiter, der selbst Anwohner ist, und Bernhard Altehülshorst (Rietberg), der Vorsitzender des Verkehrs- und Straßenausschusses ist, gedrängt haben. „Es muss nicht immer erst etwas passieren“, sagt Kaltefleiter und erhält Zustimmung von Altehülshorst, dass sich Hartnäckigkeit ausgezahlt habe.

Auch die Brücken über die Wapel und den Bastergraben wurden saniert. Darüber hinaus wurde die Neuenkirchener Straße im Einmündungsbereich der K42 verlegt, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, die gefährliche Kurve in dem Bereich abgeflacht. Zwischen der Wapelbrücke und der Neuenkirchener Straße wurde die Fahrbahn von fünf auf 6,50 Meter verbreitert.

Der Kreis Gütersloh und die Stadt Verl haben sich die Kosten für die Kurvenabflachung und den Radweg geteilt, um die gefährliche Stelle zu entschärfen. Verkehrsteilnehmer können die Kurve nun besser einsehen. Kreuzende Radfahrer und Fußgänger können früher gesehen werden.

Insgesamt hat die Maßnahme 2,5 Millionen Euro gekostet. Davon sind 350.000 Euro in die Arbeiten an der Neuenkirchener Straße geflossen. Die Deckensanierung an der Österwieher Straße und der Bau des Radweges haben 1,43 Millionen Euro gekostet. 450.000 Euro wurden für den Brückenneubau und weitere 265.000 Euro für Grunderwerb, Vermessung und Planung bezahlt. Das Land NRW hat die Maßnahme zu 60 Prozent gefördert.

Besonderer Dank ging bei der offiziellen Eröffnung am Mittwoch Vormittag nicht nur an die Anwohner für ihre Geduld, sondern auch an die Grundstückseigentümer für den Verkauf ihrer Flächen sowie an alle Beteiligten der am Bau beteiligten Firmen und Verwaltungen. Auf diese Weise seien Kosten und Zeit im veranschlagten Rahmen geblieben, so Adenauer.

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