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Energiegenossenschaft geht an den Start

Verl (ack) - Am Mittwochmorgen ist es nur schwer vorstellbar, dass auf dem Dach des Bauhofs Energie erzeugt werden soll. Techniker sind derzeit damit beschäftigt, eine Photovoltaik-Anlage zu installieren. Bei Schneetreiben und eisigen Temperaturen. Von dem Projekt können aber alle Verler profitieren.

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Noch läuft die Stromproduktion auf dem Bauhofdach nicht. Aber Verler können sich ab der nächsten Woche an dem Projekt beteiligen. Wie das geht, stellten (v. l.) Michael Esken, Dieter Börchers, Kay Voßhenrich und Simon Lütkebohle vor. Foto:

Es ist die erste Anlage der Ortsgruppe Verl der Genossenschaft Energiegewinner. Ab Montag, 1. Februar, können alle Verler Anteile an der Photovoltaik-Anlage erwerben. Das geschieht über ein Projektdarlehen, das mit drei Prozent verzinst wird. Mindestens 250 Euro müssen angelegt werden, maximal sind 3000 Euro pro Person möglich. Hinzu kommen einmal 50 Euro für die Mitgliedschaft in der Genossenschaft. Dieses Geld gibt es aber zurück, falls man wieder austreten sollte.

Ortsgruppe ist von dem Projekt überzeugt

Hinter dem Projekt steckt die Ortsgruppe Verl des Klimatischs. Simon Lütkebohle von den Grünen und Dieter Börchers von der FWG gehören zu den Mitgliedern. Sie sind von dem Projekt auf dem Dach des Bauhofs überzeugt. „Jeder Verler kann ein Darlehen geben“, wirbt Simon Lütkebohle für das Bürgerenergieprojekt.

Die Anlage auf dem Bauhof stammt aus Mecklenburg-Vorpommern. Dort ist sie abgebaut worden. Sie ist aber noch an alte Einspeiseverträge gebunden. Das heißt: 13 Jahre bekommen die Energiegewinner noch eine attraktive Vergütung für den Strom, der auf dem Dach des Bauhofs produziert wird.

Weitere Anlagen in Planung

Weitere Projekte sind in Planung, verrät Simon Lütkebohle. Die Ortsgruppe sucht zusammen mit Kay Voßhenrich, gebürtiger Verler und Vorstand der Dachorganisation Energiegewinner, nach Dächern, die mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet werden können. Kitas und Firmen sind denkbar. Also Orte, an denen tagsüber der Strom direkt verbraucht wird. Nachgedacht wird derzeit zudem über Photovoltaik auf dem Dach der Reithalle am Lönsweg. Außerdem ist der Bau einer großen Anlage direkt an der Autobahn denkbar. Idealerweise auf einer Fläche, die sonst nicht richtig genutzt werden kann. Simon Lütkebohle ist es wichtig, dass sich der Flächenverbrauch in Grenzen hält.

Bürgermeister Michael Esken kündigte zudem an, dass die Stadt Flächen zur Verfügung stellen könnte. Wie am Bauhof. Einen Teil des Dachs hat die Kommune an die Genossenschaft verpachtet. Die Stadt generiert also zusätzlich Einnahmen aus dem Projekt.

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