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Frauen-Oberligist TV Verl erreicht gegen die HSG Euro ein glückliches 27:27

Erster Punkt dank Happyend

Verl (WB). Am Ende überschlugen sich der Ereignisse, und ein wenig konnte Hendryk Jänicke den Unmut des Gegners verstehen. Vor allem aber freute sich der Trainer des TV Verl gestern über den ersten Punktgewinn seiner Oberliga-Handballerinnen, die nach drei Niederlagen im Heimspiel gegen die HSG Euro ein glückliches 27:27 erreichten.

Nina Strohmeier und Tabea Werneke freuten sich mit Judith Esken auf der Tribüne über das Remis. Foto: Henrik Martinschledde

»Aufgrund der kämpferischen Leistung in der zweiten Halbzeit und der tollen Einstellung in der Schlussphase hat sich das Team den Punkt verdient«, fand Jänicke.

Tatsächlich sah es drei Minuten vor dem Abpfiff nicht nach einem Unentschieden aus. Die Verlerinnen lagen mit 24:27 hinten, schafften es aber tatsächlich, den Gegner aus Hille (Kreis Minden-Lübbecke) mit einer offensiven Deckung nervös zu machen. Adeline Schmidt und Josephine Löbig verkürzten auf 26:27, doch als sich Chiara Zanghi im nächsten Angriff verdribbelte, schien die Niederlage besiegelt. Euro verschoss jedoch die Siegchance von außen, und als Lara Blumenfeld nach 59:50 Minuten das 27:27 warf, stand die Halle Kopf.

Drei Sekunden vor Schluss landete der Verzweiflungswurf der hart attackierten Rahel Rodehau an der Latte des Verler Tores. Die Schiedsrichter entschieden auf Freiwurf für Euro, und nicht auf den vehement geforderten Siebenmeter. Den finalen Wurf der am Kreis gefoulten Rhea Rodehau lenkte die starke TVV-Keeperin Michaela Hillebrandova am Pfosten vorbei. Wieder gaben die Unparteiischen keinen Siebenmeter, sondern nur einen direkten Freiwurf. Als Rahel Rodehau den übers Tor setzte, fielen sich die Verlerinnen in die Arme, und der Bata-Illic-Song »Michaela« dröhnte durch die Halle.

Auf ein Happyend für den TV Verl hätte angesichts des 12:17-Pausenrückstands und der eindeutigen Unterlegenheit niemand gewettet. Zustande kam es durch ein beherzteres Zupacken, aber auch, weil Jänicke die Deckung von 5:1 auf 6:0 umgestellt und Josi Löbig von der Spielmacherposition an den Kreis beordert hatte.

TV Verl: Hillebrandova – Zanghi (4/2), Strohmeier (3), Blumenfeld (7/2), Löbig (7/1), Berg, Neumann, Weitzel, Werneke (2), Brummel, Lippmann, Schmidt (2).

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