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Österwieher Straße: Jetzt sind Radweg und letztes Teilstück dran

Es dauert noch etwas

Verl (WB). Das Ende der Bauarbeiten auf der Österwieher Straße ist absehbar. Bis zum Ende der Sommerferien könnte es gelingen, die Straße wieder für den Autoverkehr freizugeben. Allerdings wird der Radweg dann noch nicht fertig sein.

Matthias Kleemann

Jetzt wird das letzte Fahrbahnstück erneuert. Dafür muss zunächst die alte Fahrbahn abgefräst werden. Foto: Matthias Kleemann

»Diese Arbeiten lassen sich aber von der Feldseite aus erledigen«, sagt Henrik Egeler, Leiter der Abteilung Tiefbau beim Kreis Gütersloh, der Bauherr dieser Maßnahme ist. Im weiteren Verlauf werde es sicher immer noch mal Behinderungen geben, vor allem einseitige Sperrungen. Geplant ist die Fertigstellung für Ende des Jahres. »Wir hätten das Recht, bis dahin die Straße voll zu sperren, aber wir bemühen uns, alles, was den Verkehr blockiert, schneller hinzubekommen«, so Egeler.

Im März vergangenen Jahres war der Startschuss für die Erneuerung gefallen. Gehölzarbeiten waren dem Baubeginn voraus gegangen, um die Trasse freizuräumen. Denn auf der L867 (Neuenkirchener Straße) sollte im Bereich der Straßenmündung eine Kurve entschärft werden. Die Stelle heißt im Volksmund Spitzkrug, es gilt Tempo 50, und die alte Kurve war nicht zu unterschätzen. Ein zusätzliches Gefährdungspotenzial besteht darin, dass sich an dieser Ecke eine Schulbushaltestelle befindet. Eigentlich wäre für die Landesstraße auch das Land, also Straßen NRW, zuständig. »Wir haben das in Absprache mit Straßen NRW gemacht«, sagt Egeler. Kreis Gütersloh und die Stadt teilen sich die Kosten für diese Maßnahme, die 400.000 Euro kostet.

Zwei Brücken neu gebaut

2,4 Millionen Euro kosten die Verbreiterung der Österwieher Straße auf 6,50 Meter und der Neubau zweier Brücken. Für den Radweg werden noch einmal 2,2 Millionen Euro fällig.

Zwischenzeitlich war die Fahrbahn auch auf der Österwieher Straße durchgehend befahrbar, dann wieder gesperrt. Linienbusse durften sie trotzdem benutzen, zu diesem Zweck war in diesem Frühsommer eine Schrankenanlage aufgestellt worden, die in die Schlagzeilen geriet, als einige Autofahrer sie verbotenerweise umfuhren und dabei sogar beschädigten.

Zurzeit sind keine Schranken notwendig, denn an einer Stelle wird wieder auf ganzer Breite gearbeitet, der Durchlass für den Bastergraben muss noch erneuert werden. Bereits fertig ist die Brücke über die Wapel. Freuen werden sich auch die Schüler, die dort in den Bus steigen müssen. Sie bekommen eine nagelneue Haltestelle, an der sie sogar ihre Fahrräder abstellen können.

Was jetzt noch fehlt, ist ein 700 Meter langes Straßenstück bis zur Einmündung des Reckerdamms. Das wäre noch nicht unbedingt erneuerungsbedürftig gewesen. »Es wäre aber für niemanden nachvollziehbar, wenn wir dann in drei Jahren dafür wieder eine Baustelle einrichten«, sagt Henrik Egeler. Außerdem sei die Österwieher Straße so vom Reckerdamm bis zur Neuenkirchener Straße aus einem Guss. »Und wir hatten für die Oberflächensanierung einen guten Preis.«

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