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Alle Jahre wieder: Landrat bedankt sich bei den Polizei- und Rettungswachen im Kreis Gütersloh

Fast neun Einsätze pro Tag

Verl (WB/du). Den Umbau der Verler Straße in Gütersloh bekommen auch die Mitarbeiter der Rettungswache in der Ölbachstadt zu spüren. Seit die Spexarder Ortsdurchfahrt zur Einbahnstraße geworden ist, müssen die Nachbarn auch schon mal über die Ortsgrenze fahren und aushelfen.

Bürgermeister Michael Esken und Landrat Sven-Georg Adenauer (von links) sowie Eckhard Ramhorst (2. von rechts, Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz beim Kreis) und Thomas Kuhlbusch (3. von rechts, Fachbereichsleiter Gesundheit) bedanken sich stellvertretend bei Johannes Nutsch (3. von rechts, Leiter der Rettungswache Verl) und seinem Stellvertreter Wolfgang Tegethoff. Foto: Dunja Delker

Blick in den Kreis

Im Kreis Gütersloh mit seinen 13 Kommunen gibt es drei Träger für den Rettungsdienst: den Kreis Gütersloh sowie die Städte Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück. Die Rettungs- und Krankenwagen waren 2019 etwa 50.630 Mal im Einsatz, 2018 waren es noch 48.808. Diese Steigerung von 3,7 Prozent hängt auch mit der verbesserten Struktur in Herzebrock-Clarholz zusammen. Seit 1. Mai ist dort der Rettungswagen an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr im Dienst.

Im Rettungsdienst des Kreises haben die 124 Mitarbeiter 2019 mit 25 Fahrzeugen 25.180 Einsätze gefahren (2018: 23.626, plus 6,6 Prozent). In der Stadt Gütersloh waren es 16.560 (2018: 16.155, plus 2,5 Prozent), in Rheda-Wiedenbrück 8.890 (2018: 9027, minus 1,5 Prozent).

Ein Grund für den allgemeinen Anstieg ist laut Kuhlbusch auch, dass die Patienten heute schneller den Rettungswagen rufen. Der Rückgang der Einsätze in Rheda-Wiedenbrück hängt mit der verbesserten Situation in Clarholz zusammen.

Vor allem deswegen sei die Anzahl der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent gestiegen, erklärte Eckhard Ramhorst, Abteilungsleiter für Bevölkerungsschutz beim Kreis Gütersloh. 2018 mussten die 14 Mitarbeiter der Rettungswache am Florianweg noch 3031 Mal ausrücken. 2019 werden es der Hochrechnung zufolge etwa 3160 sein. Das entspricht im Durchschnitt fast neun Einsätzen am Tag.

Vier Frauen im Team

Die 14 Beschäftigten im Team von Leiter Johannes Nutsch arbeiten als Notfallsanitäter, Rettungsassistent und -sanitäter. Vier von ihnen sind Frauen – zwei Notfall- und zwei Rettungssanitäterinnen. Der Beruf des Notfallsanitäters hat den des Rettungssanitäters als höchste berufliche, nicht ärztliche Qualifikation im Rettungsdienst abgelöst. Im Kreis Gütersloh machen immer mehr Menschen diese Ausbildung (derzeit 20) – mit der Folge, dass Patienten beim Eintreffen des Rettungswagens unabhängig vom Ankommen des Notarztes noch besser erstversorgt werden. 69 Notfallsanitäter sind es im Kreis Gütersloh (inklusive Verl), laut Bedarfsplan stehen 100 Stellen zur Verfügung. Die übrigen 31 Stellen sollen durch weitere Nachqualifizierung Schritt für Schritt besetzt werden. Die Folge: Bis heute sind die Notarzteinsätze kreisweit um fünf Prozent zurückgegangen.

Zwei Rettungswagen

Verl ist kreisweit die einzige Kommune, in der die Mitarbeiter der Rettungswache zum Team der Stadtverwaltung gehören. Mann der ersten Stunde ist der heutige Wachleiter Johannes Nutsch. Als er 1982 zum ersten Mal hauptamtlich im Rettungswagen saß, war an digitale Datenübertragung ans Klinikum noch gar nicht zu denken. Das Berufsbild habe sich stark verändert, sagt er rückblickend auf mehr als 40 Jahre im Rettungsdienst.

In Verl sind laut Bürgermeister Michael Esken derzeit zwei Rettungswagen im Einsatz. Ein Fahrzeug 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche. Ein zweiter RTW sei von montags bis freitags von 7 bis 21 Uhr besetzt.

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