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Landjugend blickt zurück auf 70 Jahre Hobbyfußball – Turnier kommt an

Ganz viel Fußball im Kopf

Verl (WB). Die Kicker der Landjugend gehören fest zum Inventar der heimischen Hobbyfußballszene. Vor genau 70 Jahren wurde die Verler Ortsgruppe der Katholischen Landjugend-Bewegung (KLJB) gegründet. Ein Blick in die Geschichtsbücher.

Andreas Berenbrinker

Nicht nur Fußball im Kopf: Die Vorsitzenden der Landjugend, Alexander Reichelt (links) und David Güth, freuen sich, dass das Turnier am Vatertag gut angenommen wird. Sie blicken optimistisch in die Zukunft. Foto: Andreas Berenbrinker

Die KLJB ist ein Zusammenschluss von Gruppen junger Menschen, die dem jeweiligem Erzbistum unterstellt sind. Die Verler Ortsgruppe wurde 1947 kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet und bestand aus einer Hobbyfußballmannschaft, einer Mädchentanzgruppe sowie passiven Mitgliedern, die sich ehrenamtlich in der katholischen St.-Anna-Pfarrgemeinde engagierten. Bis 1975 war auch immer ein Geistlicher der Gemeinde Mitglied im Landjugend-Vorstand.

Zur »Volljährigkeit« hatte die Landjugend 1965 über einhundert Mitglieder, eine Marke, die bis heute nicht mehr erreicht wurden. Wenngleich sich die Zahl inzwischen wieder deutlich stabilisiert hat. »Wir haben jetzt gut 80 Mitglieder, unter denen sich aktive und ehemalige Fußballer sowie Freunde der Landjugend befinden«, erklärt der zweite Vorsitzende David Güth.

1974 gibt’s den Ascheplatz

Anfang der 1970er Jahre hatte die Landjugend mit starken Mitgliederverlusten zu kämpfen, die Mädchentanzgruppe wurde aufgelöst, und auch die Kontakte zur Kirchengemeinde verliefen sich. Nach den Schwierigkeiten verblieben nur noch etwa 20 Hobbyfußballer, die sich zunächst auf einem Sandplatz im Verler Zentrum zum Kicken trafen. Im Jahr 1974 stellte die Gemeinde Verl der Landjugend einen Ascheplatz im Schulzentrum zur Verfügung.

In der Folgezeit erlebte die Hobbyfußballszene einen wahren Boom: Es gab viele Freizeittruppen, der Kreis Gütersloh gründete eine Breitensportliga, in der die Verler Landjugend lange Zeit überaus erfolgreich war. Den ersten Gewinn verbuchte die Landjugend schon zu Beginn der 70er Jahre: 1971 gelang der Pokalsieg im Wiedenbrücker Landjugend-Kreisverband. Später waren die Fußballer Seriensieger der Orts- und Stadtmeisterschaften (zuletzt 2012) und gewannen 1998 die Freizeitliga-Westfalenmeisterschaft – der bis heute größte Triumph.

Zusammenarbeit mit FCS klappt

Heute trainiert die Landjugend, seit 1991 auch Mitglied im Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen sowie des Stadtsportverbandes Verl, auf dem Sportgelände des FC Sürenheide. David Güth: »Die Zusammenarbeit mit dem FCS ist einfach hervorragend. Das ist eine tolle Sache in Sürenheide.«

Vor drei Jahren vollzog die Landjugend einen Generationswechsel, den der Vorsitzende Alexander Reichelt und sein Stellvertreter David Güth als überaus gelungen bezeichnen. »Wir sind für die gut 40 aktiven Spieler im Alter zwischen 18 und 45 Jahren verantwortlich«, sagt Reichelt. »Unser Ehrenvorsitzender Hugo Brechmann und Martin Mühlenkord kümmern sich um die ältere Fraktion.« Die Landjugend möchte mit der Zeit gehen, informiert über die sozialen Medien und hat auch ihr Vereinslogo grundlegend überarbeitet. Auffällig: das Kreuz im Wappen, das an die Anfänge der KLJB erinnert.

Sieger aus Spexard und Delbrück

Auch beim traditionellen Fußballturnier zu Christi Himmelfahrt wollte man sich nun öffnen. David Güth: »Wir wollen die Familien zu uns locken und einen schönen Tag für alle bieten.« Mit einer riesigen Hüpfburg, dem Spielplatz der Bühlbuschschule, einer Kinderschminkstation sowie Würstchen, Getränken und natürlich den flotten Fußballspielen gelang dies am Vatertag überaus gut. Die 51. Auflage des Landjugendturniers am Bühlbusch gewannen am Donnerstag die Spechte 08/15 aus Spexard (Turnier am Vormittag) sowie der FC Saruch aus Delbrück (Nachmittag).

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