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Gymnasiast untersucht Fake News

Verl (gl) - Politische Verschwörungstheorien und Desinformation sind in jüngerer Vergangenheit in sozialen Medien immer häufiger sichtbar. Dieser Ansicht sind zumindest die Initiatoren des Modellprojekts „#vrschwrng? Ein interaktives Toolkit gegen Verschwörungstheorien“ der Berghof Foundation.

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Das Projekt ziele darauf ab, Jugendlichen einen Raum zu bieten, um sich kritisch mit Verschwörungstheorien, den zugrundeliegenden Narrativen sowie entsprechenden Einstellungsmustern auseinanderzusetzen, schreibt das Gymnasium Verl in einer Mitteilung.

Kritische Auseinandersetzung mit Verschwörungstheorien

Im Rahmen eines dreitägigen Online-Seminars hätten jetzt die Bundeskoordination der Unesco-Projektschulen – das Gymnasium Verl gehört dazu – und die Berghof Foundation den Schülern im Austausch mit den Projektmitarbeitern von „#vrschwrng“ einen Raum zur kritischen Auseinandersetzung mit Verschwörungstheorien und Desinformation gegeben.

Pro Bundesland seien zwei teilnehmende Schüler vorgesehen gewesen. Für Nordrhein-Westfalen habe Vincent Ulinski (15) aus der Jahrgangsstufe EF des Gymnasiums Verl teilgenommen.

Ob echt oder falsch ist nicht immer einfach zu erkennen

Über das dreitägige Unesco-Schüler-Camp berichtet der Gymnasiast: „Das Online-Seminar fand über die Plattform Big Blue Button in Form von Videokonferenzen statt. Nach einer kurzen Kennenlernrunde haben wir Schüler aus den 16 Bundesländern Begriffe gesammelt, die wir mit dem Thema Fake News assoziieren.“

Im Anschluss seien den Schülern verschiedene Artikel gezeigt worden, die sie auf ihre Echtheit überprüfen sollten. Ob Falschmeldung oder tatsächlich wahre Nachricht, sei auf den ersten Blick nicht einfach zu erkennen gewesen.

Warum glauben Menschen an Verschwörungsnarrative?

Auf digitalen Plakaten sowie auf einem eigens für das Projekt erstellten Instagram-Account hätten die Schüler die Ergebnisse festgehalten – insbesondere, was jeder Einzelne gegen den Einfluss von Fake News tun kann. In der zweiten Phase des Projekts habe nicht mehr die bloße Unterscheidung im Mittelpunkt gestanden, erläutert Vincent Ulinski.

Vielmehr seien es die Hintergründe von Verschwörungstheorien gewesen: „Warum glaubt man daran? Was reizt einen dazu? Was sind die Gefahren daran? Wie gehe ich mit Verschwörungstheoretikern um? Welche Verschwörungstheorien gibt es?“, zählt Ulinski auf. Auch ein Drehbuch für einen Lehrfilm zu Verschwörungstheorien habe auf der Tagesordnung gestanden, erläutert der 15-Jährige.

Vernetzt auch über das Seminar hinaus

Er zieht ein Fazit der Online-Veranstaltung: „Ich fand das Seminar sehr informativ, sehr interessant und gut organisiert. Wir Teilnehmer der Unesco-Schulen haben uns auch über diese Zeit hinaus miteinander vernetzt und damit eine Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit zwischen unseren Schulen geschaffen.“

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