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Vier Kaunitzer haben in Sotschi mitgefiebert

Hautnah das Siegtor erlebt

Verl-Kaunitz/Sotschi (WB). »Unsere Männer haben nahe an der Eckfahne im Olympiastadion in Sotschi gestanden, an der Toni Kroos und Marco Reus das Siegtor gegen Schweden vorbereitet haben. Mein Mann sagte hinterher, er sei einem Herzinfarkt nahe gewesen.«

Monika Schönfeld

In Sotschi haben die Kaunitzer Egon Fordkort, Alfons Sagemüller, Josef Kleinegesse und Andreas Berenbrinker (von links) die deutsche Fahne hochgehalten, die von ihrer Heimat Kaunitz zeugt. Sie haben das Siegtor gegen Schweden von Toni Kroos hautnah erlebt. Foto:

Das sagt Luise Fordkort, die Samstagnacht noch mit ihrem Mann Egon telefoniert hat. Der ist mit drei Freunden bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland und sieht sich die ersten drei Spiele der deutschen Nationalmannschaft an.

In Moskau, Sotschi und Kasan

»Egon war bereits bei den Fußball-Weltmeisterschaften in Brasilien, in Mexiko, in Deutschland natürlich. Nur in Frankreich nicht. Das war ihm wohl zu nahe bei«, lacht Luise Fordkort. »Einer hat vergangenes Jahr herumgefragt, wer Lust habe, mitzukommen.« Alle vier Freunde hatten Lust. Das sind zum einen der Gastwirt Egon Fordkort und seine Freunde Alfons Sagemüller, Josef Kleinegesse und Andreas Berenbrinker – alles Kaunitzer Urgesteine.

Bei der ersten Bewerbung um Karten für die Stadien in Moskau, Sotschi und Kasan hatten die Männer kein Glück, beim zweiten Mal hat’s dann doch geklappt. »Andreas Berenbrinker hat die Flüge und die Hotels gebucht. Das muss finanziell ja im Rahmen bleiben.«

Kaunitz auf deutscher Flagge

Die vier Männer halten in den Stadien die deutsche Fahne hoch – mit einem deutlichen Hinweis darauf, wo sie herkommen. »Das ist eine lustige Runde. Und nach dem Sieg gegen Schweden sind sie alle richtig glücklich. Sonst wäre es am Mittwoch ja nur noch ein Freundschaftsspiel geworden«, sagt Luise Fordkort.

Sie legt Wert darauf, dass die Frauen ihren Männern das Fußball-Abenteuer von Herzen gönnen. »Die Männer haben wunderschönes Wetter in Russland und schwärmen von Moskau und Sotschi. Sie meinen, dass die Städte mit New York und anderen westlichen Metropolen mithalten können.«

Luise Fordkort führt derweil die Schank- und Speisewirtschaft in Kaunitz weiter. Das Haus hat auch mit Fußball zu tun, ist das Vereinslokal des FC Kaunitz.

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