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Andreas Mockenhaupt (38) wird neuer Vikar im Pastoralen Raum

Heimatwasser kennt er schon

Verl/Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Boonekamp und Berenbrinker – diesen Verler Originalen ist Andreas Mockenhaupt schon begegnet. Letzterem hat er es sogar zu verdanken, dass er Priester wurde. Am Sonntag, 10. Mai, wird der 38-Jährige als neuer Vikar im Pastoralen Raum am Ölbach in sein Amt eingeführt.

Dunja Delker

Pfarrer Karl-Josef Auris begrüßt seinen neuen Mitarbeiter: Am 10.Mai wird Andreas Mockenhaupt (38) offiziell in sein neues Amt als Vikar im Pastoralen Raum am Ölbach eingeführt. Ob er ins Schloß Holter Pfarrhaus einzieht, entscheidet sich im Februar. Foto: Dunja Delker

Immer weniger Mitglieder

Knapp 24.000 Mitglieder hat der Pastorale Raum am Ölbach heute, 12.900 davon in den Pfarreien Verl (8723), Sürenheide (1717) und Kaunitz (2460). 1990 gehörten zur Katholischen Kirchengemeinde Verl noch 14.300 Gläubige – 9262 in Verl, 1801 in Sürenheide und 3236 in Kaunitz.

Noch gravierender ist aus Sicht von Karl-Josef Auris die negative Entwicklung bei den Gottesdienstbesuchern. Ihre Anzahl habe sich halbiert. Nicht zuletzt deswegen stellt eine Gruppe Ehrenamtlicher in Verl seit Anfang des Jahres sonntags um 18 Uhr zwischen „Kaffee und Tatort“ eine neue Zeit und Form für einen Gottesdienst auf die Beine.

Andreas Mockenhaupt stammt aus Siegen. Dort gehörte er zum ersten Jahrgang, den der heutige Weihbischof Hubert Berenbrinker damals zur Kommunion geführt hat. Berenbrinker war es auch, der den jungen Mann bekräftigte, nicht bei der Bundeswehr die Offizierslaufbahn einzuschlagen, sondern Priester zu werden. „Das war in unserer Familie etwas völlig Neues“, sagt Mockenhaupt.

Nach seinem Studium in Paderborn und Würzburg und der Priesterweihe durch Berenbrinker war Andreas Mockenhaupt von 2007 bis 2011 in der Kirchengemeinde Geseke, bevor er in den Pastoralverbund Elsen-Wewer wechselte. Dort liegt ihm die Jugendarbeit am Herzen. Nachdem Ende April unter seiner Führung die letzten Jungen und Mädchen die Erste Heilige Kommunion empfangen haben, wird Mockenhaupt am 3. Mai verabschiedet.

Joachim Cruse geht 2021 in den Ruhestand

Auch in den acht Gemeinden in Verl und Schloß Holte-Stukenbrock wird die Nachwuchsarbeit ein Schwerpunkt des neuen Vikars sein. Angesichts der Größe und den steigenden Anforderungen wird noch eine Menge mehr auf den 38-Jährigen zukommen. „Ich brauche bestimmt ein Jahr, um mich einzuarbeiten und die vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter kennen zu lernen“, sagt der Vikar über den Pastoralen Raum, den er noch maßgeblich mitgestalten wird.

Dann ist mit August 2021 auch schon fast der Zeitpunkt erreicht, an dem Pfarrer Joachim Cruse in den Ruhestand wechselt und Kaunitz verlassen wird. Andreas Mockenhaupt wird mit den Pfarrern Karl-Josef Auris (Leitung) und Johannes Epkenhans (Stukenbrock) den Pastoralen Raum betreuen. Pfarrer Markus Korsus (Sürenheide) hat seinen Dienst aus gesundheitlichen Gründen ohnehin schon stark reduziert. Derzeit werden im Pastoralen Raum am Ölbach zehn Gottesdienste am Sonntag und elf in der Woche gefeiert.

Was passiert mit den Pfarrhäusern in Schloß Holte und Kaunitz?

Ob Andreas Mockenhaupt in das Schloß Holter Pfarrhaus einziehen wird, in dem bisher Pfarrer Dieter Osthus gewohnt hat, ist noch offen. „Das entscheidet sich im Februar“, sagt Auris und betont, dass in absehbarer Zeit auch geklärt werden müsse, wie es nach dem Weggang Cruses um das Kaunitzer Pfarrhaus steht. Auch hier seien vor allem ökonomische und ökologische Gesichtspunkte entscheidend.

Übrigens: Die erste Begegnung Mockenhaupts mit Boonekamp hängt auch mit Familie Berenbrinker zusammen. Beim Besuch der elterlichen Fleischerei mit Hubert Berenbrinker gab’s für den jungen Priester ein Verler Heimatwasser. Jetzt werden Verl und der Pastorale Raum am Ölbach tatsächlich zur neuen Heimat.

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