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Heimatverein stellt Halbjahresprogramm vor – Büro erneuert

Jubiläum schon im Blick

Verl (WB). Pünktlich zu Verler Leben liegt das neue Halbjahresprogramm des Heimatvereins Verl vor. Gut ein Dutzend der etwa 100 Veranstaltungen widmet sich dem Thema Nachhaltigkeit, das sich der Heimatverein verstärkt auf die Fahnen geschrieben hat.

Matthias Kleemann

Sabine Beckhoff-Schnathmann, Udo Schnatmann, Herbert Kleinhans und Annette Kröning in dem neu eingerichteten Büro. Der Tisch erfüllt mehrere Funktionen und ermöglicht besseres Arbeiten. Links zeigt Annette Kröning den Rohdenschrank, der nach einem Verler Amtmann benannt ist und jetzt im Dachgeschoss des Heimathauses steht. Foto: Matthias Kleemann

Da wäre zum Beispiel der Vortrag von Annette Kröning zum Thema »Der Klimawandel und seine Folgen für das Verler Land« am 29. Oktober. Dabei geht es zunächst nicht um den aktuellen Klimawandel, sondern den Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora für 200 Jahren.

Vielfalt im Garten

Um Biodiversität im Hausgarten geht es am 5. November. Dr. Heidi Lorey gibt Tipps und Vorschläge. Auch die Herstellung von Bienenwachstüchern am 23. November ist ein spannendes Thema.

Natürlich haben die Klönnachmittage, die mittlerweile ins zwölfte Jahr gehen, ebenso ihre Berechtigung wie die Singnachmittage mit Wolfgang Feuerborn. »Bei der jüngsten Veranstaltung hatten wir 80 Personen im Haus«, sagt Bernhard Klotz.

Mit kritischem Blick

Bei Stadtführungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad, immer zum Nulltarif, wird nicht nur Historisches aufgewärmt, sondern auch ein kritischer Blick auf die Entwicklungen geworfen. Neu ist eine Fahrt in die Verler Gewerbegebiete und eine Mondscheinwanderung um den Verler See.

Etabliert haben sich die Angebote von »Frauen für Frauen« (FFF). Bernhard Klotz räumt ein, dass er diesem Ansinnen anfangs skeptisch gegenüber gestanden habe. Gabriele Lühn und Heike Lenze organisieren Veranstaltungen, Vorträge und Führungen, bei denen der weibliche Aspekt im Vordergrund steht.

Über das Jubiläum anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Heimatvereins im kommenden Jahr wird schon fleißig nachgedacht. Zwei größere Veranstaltungen sind geplant, im März und im November, sagt Vorstandsmitglied Herbert Kleinhans. Mehr stehe zurzeit noch nicht fest.

Großzügige Spende

Dass der Heimatverein seine Aufgaben jetzt noch besser erfüllen kann, verdankt er dem Möbelhaus Beckhoff, das dem Verein eine maßgeschneiderte Büroeinrichtung spendiert und damit ein 33-jähriges Provisorium beendet hat. Annette Kröning, Herbert Kleinhans und Bernhard Klotz sprechen den Inhabern, Sabine Beckhoff Schnathmann und Udo Schnathmann, ihren Dank für das Geschenk aus.

»Der Heimatverein hat nicht um diese Spende nachgefragt«, betont Udo Schnathmann. »Wir haben entschieden, dass wir dem Verein unter die Arme greifen, die Planung übernehmen und die Möbel bezahlen«, sagt Sabine Beckhoff Schnathmann.

»Das Büro haben wir immer hintangestellt, weil wir das Prinzip haben, nichts über das Knie zu brechen und die Stadt nicht um Geld zu bitten«, sagt Bernhard Klotz. Und so stand 33 Jahre lang der so genannte Rohdenschrank im Büro des Heimathauses, ein wuchtiger, dunkler Aktenschrank im Stil des Klassizismus, eigentlich ein Museumsstück. Jetzt wurde er ins Heimatlabor verschoben.

In dem nur 14 Quadratmeter großen Büroraum bestimmt ein großer Tisch das Bild, der multifunktional als Arbeitsplatz oder Besprechungstisch genutzt werden kann. Einige Schränke an den Wänden ergänzen die Einrichtung und lassen den kleinen Raum sehr aufgeräumt erscheinen. Annette Kröning ist begeistert, dass der Kabelsalat in dafür vorgesehen Schächten verschwindet.

Gelungener Entwurf

Das Ganze sei gelungen. »Wir sitzen hier und können sogar miteinander sprechen«, so fasst sie das Ergebnis zusammen.

Mit dem Büro in seiner jetzigen Form sei man auf die modernen Anforderungen eingestellt, findet Herbert Kleinhans. »Vor 33 Jahren hätten wir das so gar nicht planen können.« Insofern sei es fast gut, so lange gewartet zu haben.

Die Spende hat sich das Möbelhaus Beckhoff etwa 12.000 Euro kosten lassen.

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