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In der »langen Nacht der Feuerwehr« hat der Nachwuchs Ernstfälle geprobt

Jugend meistert alle Aufgaben

Verl (WB). »Feuer, es brennt, ich habe Angst«, schreit Julian Klaas laut um Hilfe. Er mimt den Bewohner eines Bauernhofes, auf dem es brennt.

Manuela Fortmeier

Foto: Manuela Fortmeier

Spannung, unbekannte Situationen, die den Adrenalinspiegel nach oben schnellen lassen, und schnelles Lösen der Aufgaben gehören zu den Herausforderungen, mit der die »lange Nacht der Feuerwehr« für den Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehr Verl gespickt war. Ausbilder Florian Fiekens und sein Team hatte Jugendfeuerwehrwart Michael Buschkamp die Übungen vorbereiten lassen, und so hieß es bereits am frühen Freitagabend zum ersten Mal: »Einsatz!« Rein in die Feuerwehranzüge, ab in die Fahrzeuge, und los ging es. So hatte eine Brandmeldeanlage beim Unternehmen Nobilia den ersten geplanten Übungsalarm ausgelöst. »Fehlalarm«, wie sich schnell herausstellte.

23 Jugendliche dabei

Danach ging es nach Verl-Sürenheide. Hier gab es »Rauchentwicklung«. Doch zum Glück konnte auch hier schnell Entwarnung gegeben werden, sodass dem gemeinsamen Abendessen nichts im Wege stand. Schließlich wurde den Jugendlichen in den folgenden Einsätzen noch reichlich Kraft abverlangt.

Mehr als zehn kleinere und größere Übungen haben die 23 Jugendlichen im Alter von zwölf Jahren an in dieser aufwendigen und rund 22 Stunden dauernden, teils schweißtreibenden Übungseinheit absolviert. »Mit hervorragenden Leistungen, sehr viel Engagement und guter Disziplin«, wie Michael Buschkamp ihnen in der Nachbesprechung anerkennend bestätigte. »Solche Übungen sind für unsere jungen Nachwuchskräfte von großer Bedeutung, um später im Löschzug die Lage im Ernstfall schnell einschätzen und richtig reagieren und koordinieren zu können«, sagte Martin Wanders, der im Oktober die Nachfolge als Gesamtleiter der Freiwilligen Feuerwehr Verl von Heiner Panreck übernommen hat.

Fingierter Containerbrand

Der jeweiligen Aufgabe angepasst, zeigten die jungen Feuerwehrleute, dass sie durchaus schon jetzt in der Lage sind, ihr Wissen fachgerecht umzusetzen. So wussten die Mädchen und Jungen beim Einsatzort in Bornholte, was beim fingierten Containerbrand an der Nelkenstraße und der simulierten Explosion an der Immenstraße zu tun ist.

Im Laufe der Nacht hieß es immer wieder überraschend »Einsatz«. Mit Bravour erledigten die Jugendlichen die Anforderungen wie Löschangriffe, Wasserentnahme am Unterflurhydranten und Menschenrettung. Sie fanden auch die imaginäre Person, die sich bei einem Spaziergang im Wald verirrt hatte. Mit Hilfe der Wärmebildkamera wurde der Verirrte gefunden. Den Abschluss der Übungsaktion bildete ein Alarm an der Verler Schützenhalle. Hier wurde ein Wald- und Wiesenbrand simuliert, der drohte, auf die angrenzende Halle überzugreifen.

Löschzugführer Erwin Kleine­meier stattete dem Nachwuchs einen Besuch ab. Jugendwart Michael Buschkamp war sehr zufrieden. »Eine rundherum gelungene Übung« bescheinigte er allen Beteiligten, die zwar müde, aber sehr zufrieden waren.

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