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Elf Appartements und Gemeinschaftsräume für Mütter und Väter mit Kindern

Jugendhilfehaus steht vor Baubeginn

Verl (WB/kl). Das Bauschild steht bereits: Die Bauarbeiten für die neue Wohneinrichtung der FLEX Jugendhilfe gGmbH an der Osningstraße in Verl sollen noch im November beginnen. »Wir sind sehr froh, dass die Zeit des Wartens vorbei ist und wir in Verl nun ein neues Angebot für junge Menschen schaffen können«, erklärt Pastor Uwe Winkler, Vorstand der Diakonischen Stiftung Ummeln.

Der Boden ist schon abgeschoben und das Bauschild steht: Es kann losgehen. Foto: Matthias Kleemann

Auf einem rund 1.300 Quadratmeter großen Grundstück im Wohngebiet Westfalenweg baut die Diakonische Stiftung Ummeln für ihre Tochtergesellschaft, die FLEX Jugendhilfe gGmbH ein barrierefreies Haus mit 950 Quadratmetern Gesamtnutzfläche, verteilt auf zwei Vollgeschosse und das ausgebaute Dachgeschoss. Neben elf Appartements entstehen auch Gemeinschaftsräume und Büros.

In dem Haus leben künftig junge Väter oder Mütter mit ihren Kindern. Ein Team aus pädagogischen Fachleuten wird sie auf vielfältige Weise individuell unterstützen. »Unser Ziel ist es, den jungen Menschen Starthilfe für ein eigenständiges Leben zu geben«, erklärt Judith Owsianowski, Regionalleiterin der FLEX Jugendhilfe gGmbH. Das Tochterunternehmen der Diakonischen Stiftung Ummeln betreibt bereits ähnliche Wohngruppen in Bielefeld, Bad Laer und Bückeburg.

Bauarbeiten sollten früher beginnen

Ursprünglich sollten die Bauarbeiten schon früher beginnen. Da ein Anwohner gegen die von der Stadt Verl erteilte Baugenehmigung geklagt hatte, sah sich der Vorstand der Stiftung zunächst verpflichtet, die juristische Situation zu überprüfen.

Dabei ging es um die Frage, ob ein solches Bauprojekt in einem reinen Wohngebiet zulässig ist. Im Ursprung sind laut Baunutzungsverordnung soziale Einrichtungen in reinen Wohngebieten wohl nicht zulässig gewesen. Doch seit dem Jahr 1990 gibt es eine neue Baunutzungsverordnung, und die ist in dieser Hinsicht liberaler.

Während die Anlieger des Bebauungsplangebietes sich auf den Standpunkt stellten, die Baunutzungsverordnung von 1968 sei anzuwenden, weil sie gültig war, als der Plan erstmals aufgestellt wurde, war die Stadt der Meinung, dass die neue Verordnung angewendet werden dürfe. Auch in den Ausschüssen und im Rat folgte die Mehrheit der Politiker dieser Einschätzung..

»Wir möchten die Anwohner bitten, die Menschen, die in dieser Einrichtung leben werden, zu unterstützen«, sagte Matthias Humpert (CDU) während der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltasusschusses Anfang Juni dieses Jahres.

»Angesichts der gültigen Baugenehmigung und der großen Unterstützung, die wir in Verl erfahren, wollen wir nun endlich mit dem Bau beginnen, denn die Nachfrage nach dem Angebot ist groß«, betont jetzt Vorstand Dr. Frank Plaßmeyer.

Das neue Haus wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 fertiggestellt sein.

Diakonische Stiftung

Die Diakonische Stiftung Ummeln betreibt Einrichtungen und Dienste der Behindertenhilfe und der Jugendhilfe in Westfalen-Lippe und Niedersachsen.

In der FLEX Jugendhilfe gGmbH nutzen rund 200 Menschen Wohn- und Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche, Mutter/Vater-Kind-Gruppen, Spezial- und Intensivangebote.

Die FLEX Eingliederungshilfe gGmbH unterstützt in stationären Wohnformen, tagesstrukturierenden Angeboten und ambulanter Betreuung mehr als 500 Menschen in Bielefeld sowie den Kreisen Gütersloh und Lippe.

www.ummeln.de

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