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Günter Hüttenhölscher erntet an seinem Haus knapp 3000 Früchte

Kiwis für die Balkanhilfe

Verl (WB). Die Kiwi-Ernte fällt in diesem Jahr etwas geringer aus als sonst. Doch Günter Hüttenhölscher, Vorsitzender von Hüttis Balkanhilfe, ist dennoch zufrieden. Etwa 3000 Kiwi hat er mit Helfer Heinz Klassen geerntet.

Bernd Steinbacher

Günter Hüttenhölscher hat an seinem Haus Kiwis geerntet. In diesem Jahr sind es knapp 3000 Stück. Sie werden am Freitag, 8. November, auf dem Wochenmarkt gegen eine Spende angeboten. Der Erlös fließt in die Arbeit von Hüttis Balkanhilfe. Foto: Bernd Steinbacher

Der Tradition folgend werden die Früchte auf dem Wochenmarkt in Verl gegen eine Spende angeboten, diesmal am Freitag, 8. November. Das dabei erzielte Geld fließt in die Arbeit der Balkanhilfe, deren Vorsitzender Günter Hüttenhölscher ist.

Das Geld ist bestimmt für den 127. Hilfstransport, der am 26. Dezember, dem 2. Weihnachtstag, nach Satu-Mare, Bistria, Becelan, Podu-Cosnei und Vata-Dornei in Rumänien zu Waisenkindern und Armenküchen startet. Seit November 1992 führt Hüttis Balkanhilfe Transporte in Länder auf dem Balkan durch.

Pflanze stark gestutzt

Mittlerweile ist »Hütti« 81 Jahre alt geworden. »Mir ist es zu riskant, in dem Baum herum zu klettern«, sagt Hüttenhölscher. Deshalb hat er auch seine weibliche Kiwi-Pflanze stark gestutzt. Die Triebe oder Reben waren nämlich in den Apfelbaum gewachsen. »Den habe ich fällen lassen.« Stolz ist er auf die diesjährige Ausbeute. Jetzt räumt er voller Elan die Spuren der Ernte auf.

Die beiden Kiwi-Pflanzen, eine weibliche und eine männliche, hat er im Jahr 1978 im Versandhandel bestellt. Sie entwickelten sich hervorragend. Nach drei Jahren konnte erstmals geerntet werden.

Die Pflanzen benötigen Rankhilfen an der Hauswand, beschädigen auch nicht den Putz, wie Efeu oder wilder Wein. Es ist kaum zu glauben, dass die einzelnen Triebe bis zu vier Meter im Jahr wachsen. »Die beiden Pflanzen kommen ganz ohne Dünger oder Bewässerung aus«, sagt Hüttenhölscher.

Der Nachteil des schnellen Wachstums sei, dass die Pflanze zwei- bis dreimal im Jahr zurückgeschnitten werden muss.

Ab Weihnachten genießbar

Für die Kunden der Kiwis auf dem Wochenmarkt hat er ein Informationsblatt erstellt mit Wissenswertem über die Kiwi-Pflanzen. Die Früchte schmecken etwas säuerlicher als die Importware, dafür ist der Geschmack intensiver. Derzeit sind sie steinhart, können etwa ab Weihnachten gegessen werden. Richtig gelagert halten sie mehrere Monate.

Die Früchte werden auch am Lager der Balkanhilfe, Bleichestraße 268, abgegeben, samstags von 9 bis 12 Uhr. Dort ist der 81-Jährige mit meist bis zu acht Helfern zu finden, um die Spenden entgegen zu nehmen und für die Hilfstransporte vorzubereiten. Günter Hüttenhölscher hat eine Bitte: Spenden sollen nicht in gelben Säcken abgegeben werden, die reißen zu leicht, sondern in stabilen Säcken oder Kartons.

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