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Politik berät Dienstag über Grünflächengestaltung der Sender Straße

Kübel und Blumensäulen

Verl (WB). Auf der Sender Straße zwischen Post- und Hauptstraße sollen oberirdische kleine Kübel mit Hochstammbäumen und Blumensäulen mit Wechselbepflanzung angelegt werden. Diese Variante schlägt die Verwaltung den Politikern des Straßen-, Wege- und Verkehrsausschusses vor, der am nächsten Dienstag, 4. Februar, um 18 Uhr im Rathaus tagt.

Dunja Delker

Die Kastanien an der Sender Straße sind bereits abgeholzt. Der Straßenausschuss berät am Dienstag über die Neugestaltung. Foto: Dunja Delker

Sanierung der Sender Straße erst in zehn bis 15 Jahren

Seit mehr als zwei Jahren befassen sich die kommunalen Verkehrspolitiker mit der Gestaltung der Sender Straße. Die vorgelegte Übergangslösung soll gelten, bis die Straße im Rahmen einer Gesamtkonzeption in zehn bis 15 Jahren in einem Zug mit der Hauptstraße saniert wird. Dann könnten auch die Fernwärmeleitung sowie die Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert werden. Diese Arbeiten sind nämlich sehr aufwendig und teuer.

Neue Variante: 125.000 statt der ursprünglich geplanten 74.000 Euro

Die unglückliche Lage der Versorgungsleitungen – insbesondere der Gasversorgung – hatte bereits die Fällung der vorhandenen Kastanien notwendig gemacht. Das Büro Freiraumplanung Wolf aus Rietberg hatte dann Änderungs-Varianten für die Übergangszeit erarbeitet und mit den Versorgungsträgern durchgesprochen. Dabei hatte sich eine Planung herauskristallisiert, die mittels Hochbeeten – ähnlich wie im Bereich der Ortsdurchfahrt – eine Alternative gewesen wäre. Diese neue Variante belief sich allerdings auf etwa 125.000 statt der ursprünglich geplanten 74.000 Euro. Deswegen hat der Ausschuss im Dezember 2019 beschlossen, den Beschluss ins Frühjahr 2020 zu vertagen. Dann sollten die Kosten für die Erneuerung der gesamten Sender Straße inklusive der Verlegung der Versorgungsleitungen und Bau einer Fernwärmeleitung vorliegen.

Inzwischen hat sich gezeigt, dass das Pflaster in einem sehr guten Zustand ist. Ein Neubau der Straße würde bereits ohne Umlegung der Ver- und Entsorgungsleitungen bei etwa 280.000 bis 300.000 Euro liegen. Deswegen legt sie Verwaltung die folgenden drei Varianten vor, spricht sich aber für die dritte Alternative aus:

Variante I

Für 125.000 Euro könnten Hochbeete (etwa 1,50 mal 4 mal 0,80 Meter) mit Hochstamm-Bäumen (Stammumfang 18 bis 20 Zentimeter in Staudenbeeten) angelegt werden. Nachteil seien hohe Kosten für die Räumung der Beete beispielsweise bei künftigen Baustellen an der Sender Straße.

Variante II

Diese Alternative sieht flache Beete mit einer Größe von etwa 1,50 mal vier Metern und einer Kante von etwa 15 Zentimetern vor. Sie sollen mit Hochstamm-Bäumen (Stammumfang 14 bis 16 Zentimetern) in Staudenbeeten bepflanzt werden. Die Kosten seien mit etwa 80.000 Euro deutlich niedriger. Allerdings hätten diese Beete den Nachteil, dass sie als dauerhafter Baumstandort zu klein wären. Außerdem ist die Aufkantung leicht zu übersehen.

Variante III

Die von der Verwaltung bevorzugte Möglichkeit sieht wechselweise oberirdische kleine Kübel (etwa 1,20 mal 1,20 mal 0,70 Meter) mit Hochstammbäumen (Stammumfang 14 bis 16 Zentimeter) und Blumensäulen von 2,40 Höhe und Wechselbepflanzung vor. Der Preis liegt bei etwa 75.000 Euro, Nachteil sind die höheren Kosten für die Wechselbepflanzung und das Bewässern. Allerdings hat diese Alternative aus Sicht der Stadt auch viele Vorteile: Die Kübel und Blumensäulen können bei Bedarf versetzt werden und sind für alle Verkehrsteilnehmer auch im Dunkeln gut sichtbar. Außerdem sind die Versorgungsleitungen dauerhaft kurzfristig zugänglich.

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